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Aktion für mehr Sicherheit„Gelbe Füße“ zeigen Schulkindern im Kölner Süden den besten Weg

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Eine Frau und ein Mädchen stehen auf einem gepflasterten Weg, auf dem farbige Fußabdrücke aufgesprüht sind; im Hintergrund sind eine Straße, Verkehrsschilder, Bäume und ein Zaun zu sehen.

OSK-Grundschulleiterin Ilka Seulen und Schülerin Ida Jürgens sind von der Aktion begeistert.

Hand in Hand mit Schule, Polizei und Schülern wird Verkehrssicherheit an der OSK und der Emanuel-Schule sichtbar gemacht.

Mit Sprühflasche bewaffnet, den Schulhof mit Farbe zu besprühen? Bei der Gemeinschaftsaktion „Gelbe Füße“ von der Offenen Schule Köln und der benachbarten Emanuel-Grundschule war dies bei den Schülern ausdrücklich erwünscht. Rund 100 gelbe Füße zieren jetzt den gemeinschaftlichen Campus, der von der Sürther Straße ebenso zugänglich ist, wie über das Sürther Feld.

„Es ist schon eine recht ungewöhnliche Situation, dass sich zwei benachbarte Schulen den Zugang teilen. Dadurch entsteht hier eine extreme Verkehrssituation. Zum Glück ist noch nichts Schlimmeres passiert“, sagt Ilka Seulen. Die OSK-Grundschulleiterin war über eine Broschüre auf die bundesweite Aktion aufmerksam geworden. „Gelbe Füße“ ist eine Verkehrssicherheitsoffensive, bei der auf Gehwegen aufgesprühte oder aufgemalte gelbe Fußabdrücke Kindern den sichersten Weg zur Schule oder Kita zeigen. „Das hat mich sofort angesprochen“, sagt Seulen, die das Konzept stufenübergreifend mit in die Verkehrserziehung brachte und diese so unmittelbar erlebbar wurde.

Sicherer Schulweg: 100 Fußabdrücke markieren Gefahrenstellen

Gemeinsam mit zwei Verkehrspolizistinnen und Schülern beider Grundschulen wurde über zwei Stunden der gesamte Campus abgelaufen und rund einhundert Füße auf den Boden gesprüht. Die Wege wurden an den Stellen markiert, wo die Kinder am sichersten gehen können, um den Schulweg bewusst wahrzunehmen, Gefahrenstellen zu erkennen und sichere Wege zu wählen. Die schulübergreifende Aktion stärkt auch das Verantwortungsgefühl für den gemeinsam genutzten Campus.

Die gelben Füße richten sich jedoch nicht nur an die Kinder. Sie sind zugleich ein deutlicher Appell an alle Erwachsenen, die mit dem Auto, dem Fahrrad, dem E-Bike oder anderen Fahrzeugen im Umfeld der Schulen unterwegs sind. „Die vielen Elterntaxis sind ein Problem, deshalb versuchen wir uns weiterhin für einen Schulbus einzusetzen“, sagt Seulen. Riskante Wendemanöver, eilige Abfahrten, blockierte Zebrastreifen sorgten immer wieder für riskante Situationen. Es wurde auch ein Arbeitskreis Verkehr gegründet, der in Eigenregie errechnet hat, dass im Bereich der beiden Schulen täglich rund 3000 Erwachsene, Kinder und Jugendliche verkehren. „Viele suchen sich die OSK bewusst aus. Die Schüler kommen nicht nur aus den benachbarten Vierteln, sondern auch aus der Südstadt“, sagt Seulen.

Grundschülerin Ida Jürgens sieht bereits einen Erfolg. „Ich habe viel mehr Schüler beobachtet, die jetzt die Wege nutzen“, meint die 9‑jährige Viertklässlerin, die die Aktion für eine tolle Idee hält und auch mit ihren Eltern über die Aktion gesprochen hat. „Die Aktion ist auch eine Möglichkeit, den Schülern im Straßenverkehr eine Stimme zu geben“, so Seulen. Kinder könnten Geschwindigkeiten und Entfernungen eben noch nicht so sicher einschätzen wie Erwachsene.