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Viele Tempo-Sünder erwischtTausende fahren an A4-Baustelle zu schnell

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Eine der Blitzanlagen auf der Autobahn A 4 am Eifeltor.

Insgesamt kam es zu mehr als 23.000 Verstößen, davon mehr als 14.000 in Fahrtrichtung Autobahn Kreuz-Süd.

Nachdem die Stadt Köln seit dem 18. Dezember 2025 die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h an der Baustelle in Höhe Eifeltor auf der Autobahn A 4 mit Radarfallen überwacht, werden an jedem Tag Hunderte Verstöße registriert.

Ein Sprecher bestätigte auf Anfrage der Rundschau, dass es insgesamt mehr als 24.000 Verstöße gab, davon mehr als 14.000 in Fahrtrichtung Autobahnkreuz Köln-Süd, der Rest in Richtung Köln-West. Gerade bei denjenigen, die in Richtung Süden unterwegs sind, scheint trotz der Überwachung und entsprechender Bußgelder bei Vergehen kein Umdenken stattzufinden.

Spitzenwert von 110 km/h

In den ersten Tagen bis Anfang Januar waren 230 Fahrzeuge pro Tag mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden, im anschließenden Zeitraum bis zum 11. Februar täglich 290. In der Gegenrichtung dagegen sank die Zahl von 187 auf 175. Der gemessene Spitzenwert lag bei 110 km/h, wofür neben einer Geldzahlung von 320 Euro ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte im zentralen Verkehrsregister in Flensburg fällig wurden.

Auf der A 4 sind im Baustellenbereich auch Spuren für schwere Lastwagen gesperrt, was immer wieder ignoriert worden war. Spezielle Blitzer übernehmen deshalb auch die Kontrolle der Gewichtsbeschränkung. In südliche Richtung werden nach Angaben der Stadt im Schnitt vier Lkw und in Richtung Westen fünf pro Tag erwischt, die sich nicht an die Vorgaben halten. Bei solchen Verstößen liegt das Bußgeld bei 100 Euro.

Brücke ist marode

Die Stadt Köln war mit den Messungen von Geschwindigkeit und Fahrzeuggewicht beauftragt worden, nachdem es im Bereich der Baustelle mehrfach teils schwere Unfälle gegeben hatte. Die Baustelle war eingerichtet worden, weil das Brückenbauwerk am Eifeltor marode ist. Bevor es neu errichtet werden kann, muss es vom Verkehr deutlich entlastet werden, um eine Vollsperrung zu vermeiden.