Köln – Der Wahlkampf-Auftritt der Grünen mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck auf dem Kölner Heumarkt ist von lauten Protesten begleitet worden. Zwei Männer kletterten über die Absperrungen und versuchten die Bühne zu stürmen, das Sicherheitspersonal konnte die beiden aber stoppen und der Polizei übergeben. Genau wie schon beim Auftritt von Annalena Baerbock am vergangenen Wochenende an gleicher Stelle, versuchten verschiedene Gruppierungen, den Wahlkampf-Abschluss der Grünen zu stören.
Auch die Reden von Claudia Roth und NRW-Spitzenkandidatin Mona Neubaur gingen zumindest im hinteren Teil des Heumarkts in den Pfiffen und Sprechchören der Grünen-Gegner unter. „Kriegstreiber raus“ oder „Wir wollen keinen Krieg, du hohle Nuss“ stand auf den Plakaten. Hintergrund sind die Waffenlieferungen an die Ukraine, für die sich die Grünen ausgesprochen haben. Unter die Protest-Bewegung mischten sich auch Gegner der Corona-Maßnahmen. Auch bei der Wahlkampfveranstaltung der SPD kam es zu Störversuchen, die den Ablauf aber nicht nennenswert störten.
Das könnte Sie auch interessieren:
Es gibt Kriegstreiber, aber die sitzen im Kreml“, sagte Habeck in Richtung der Protestierenden. „Wer uns als Kriegstreiber bezeichnet, stellt sich auf die Seite der Mörder. Mit Blick auf die Klimakrise sagte der Vizekanzler: „Wir brauchen in Nordrhein-Westfalen eine Landesregierung, die bereit ist, die schwierigen Debatten zu führen, die wissen, was die Stunde geschlagen hat. Wir brauchen eine Landesregierung, die die Zukunft erneuerbar gestaltet, und zwar nur erneuerbar.“ Nach seinem Auftritt nahm sich Habeck noch gut 20 Minuten Zeit für Selfies und Gespräche mit seinen Anhängern. (sim)



