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FörderprojektePadel in Blankenheim, Dorftreffs in Mechernich – 2,5 Millionen fließen in Kreis

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Das Bild zeigt einen Teil des Sportplatzes in Dom-Esch.

Aus der heruntergekommen Tartananlage in Dom-Esch soll eine grüne, deutlich größere Kunstrasenanlage werden.

Das Land NRW fördert neun Projekte im Kreis Euskirchen. Allein in Mechernich werden drei Dorftreffpunkte entstehen.

Von neuen Sportanlagen über Dorftreffpunkte bis hin zu modernen Bewegungsangeboten: Insgesamt neun Projekte im Kreis Euskirchen profitieren von Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, sowohl die sportliche Infrastruktur als auch das gesellschaftliche Leben in den Dörfern nachhaltig zu stärken.

Ein besonders umfangreiches Vorhaben verfolgt der TuS Dom-Esch. Der Verein plant nach Angaben des Vorsitzenden Nils Runnebohm, einen nicht mehr nutzbaren Tartanplatz auf seinem Sportgelände in ein modernes Kunstrasen-Kleinspielfeld umzuwandeln. Die neue Anlage soll dauerhaft öffentlich zugänglich sein und als Bewegungs- und Begegnungsfläche für die gesamte Dorfgemeinschaft dienen.

Mit dem Projekt möchten wir einen Ort schaffen, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, sich bewegen und gemeinsam aktiv sein können.
Nils Runnebohm, TuS Dom-Esch

„Mit dem Projekt möchten wir einen Ort schaffen, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, sich bewegen und gemeinsam aktiv sein können“, erklärt Runnebohm das mit knapp 255.000 Euro veranschlagte Projekt. Neben der Förderung von Bewegung und Gesundheitsprävention soll das Kleinspielfeld auch das soziale Miteinander stärken.

Geplant sind ein wasserdurchlässiger Aufbau, natürliche Verfüllmaterialien sowie freiwillige Ausgleichspflanzungen. Die Pflege der Anlage soll weiterhin ehrenamtlich in Zusammenarbeit mit der Stadt Euskirchen erfolgen. Nach Angaben des Vereins ist das Projekt langfristig finanziell tragfähig.

Gleich drei Projekte in Mechernich erhalten eine Förderung

Zudem soll in Palmersheim das Dorfgemeinschaftshaus saniert werden. Geplant ist nach Angaben von Klaus Voussem, CDU-Landtagsabgeordneter aus Euskirchen, die Theke im zentralen Treffpunkt des Dorfes zu sanieren.

Auch die Stadt Mechernich erhält Unterstützung für mehrere Vorhaben. In den Ortschaften Schaven und Harzheim sollen neue zentrale Treffpunkte für Vereine, Ortskartelle und gemeinschaftliche Veranstaltungen entstehen. Dazu hatte die Stadt in den vergangenen Jahren jeweils geeignete Immobilien erworben. Nun wurden die Förderanträge für beide Projekte bewilligt – jeweils in Höhe der maximal möglichen Fördersumme von 250.000 Euro.

Das Bild zeigt das Dorfgemeinschaftshaus von Palmersheim.

Geld soll auch ins Dorfgemeinschaftshaus in Palmersheim fließen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung müssen die Gebäude noch umgebaut, teilweise erweitert und saniert werden, bevor sie dauerhaft als Dorfgemeinschaftshäuser genutzt werden können. Die Detailplanungen sollen nun gemeinsam mit den örtlichen Vereinen und Ortskartellen vorangetrieben werden.

„Die Stadt Mechernich verfolgt das Ziel, möglichst in jedem Ort einen zentralen Treffpunkt für Ortskartelle, Vereine und gemeinschaftliche Veranstaltungen vorzuhalten“, sagt Manuela Holtmeier, Stabsstellenleiterin Politik, Bürgermeisterbüro und Persönliche Referentin des Bürgermeisters, auf Anfrage dieser Zeitung.

In Antweiler soll der Platz neben dem Spielplatz umgestaltet werden

Die Förderung decke die Kosten allerdings nicht vollständig ab. Die Stadt rechnet laut Holtmeier mit Gesamtausgaben zwischen 400.000 und 500.000 Euro pro Projekt. Die verbleibenden Mittel sollen aus dem kommunalen Haushalt sowie durch Eigenleistungen aufgebracht werden.

Eine weitere geförderte Maßnahme betrifft den Ortsteil Antweiler. Dort soll ein Platz neben dem Spielplatz umgestaltet werden, um künftig bessere Voraussetzungen für Ortsfeste und andere gemeinschaftliche Veranstaltungen zu schaffen. Besonders die traditionelle Maifeier soll von den Verbesserungen profitieren.

Neue sportliche Akzente in Blankenheim geplant

Neue sportliche Akzente plant auch die Gemeinde Blankenheim. Dort soll ein öffentlich zugänglicher Platz für das Ballspiel Padel entstehen. Bürgermeisterin Jennifer Meuren betont, dass das Angebot bewusst offen gestaltet werden soll. „Das Angebot sollte in der Region möglichst unterschiedlich gestaltet werden“, erklärt Meuren mit Blick auf bereits bestehende oder geplante geschlossene Padel-Anlagen in der Umgebung.

Der Förderantrag war bereits gestellt worden, bevor bekannt wurde, dass andere Kommunen ähnliche Projekte verfolgen. Nach Angaben der Bürgermeisterin könnte das Angebot künftig das Sportangebot im Südkreis sinnvoll ergänzen. Über den konkreten Standort ist jedoch noch nicht entschieden. Derzeit führt die Gemeinde Gespräche mit den beiden örtlichen Tennisvereinen sowie über mögliche Alternativstandorte. Der Gemeinderat wird sich zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Projekt befassen.

Programm knüpft an „Moderne Sportstätten 2022“ an

Zudem profitiert der SV Bessenich von der Förderung. Aus dem Landestopf soll der Gemeinschaftsraum am Sportheim saniert und ausgebaut werden. Der Bürgerverein Hohn-Kolvenbach möchte einen Dorfplatz gestalten. Auch dieses Vorhaben wird vom Land gefördert.

Hintergrund der Förderungen ist die neue Sportstättenoffensive des Landes Nordrhein-Westfalen. Insgesamt stellt die Landesregierung 200 Millionen Euro aus dem NRW-Plan für gute Infrastruktur für vereinseigene Sportanlagen bereit. Das Programm knüpft an die frühere Initiative „Moderne Sportstätte 2022“ an.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Voussem begrüßt die Neuauflage des Förderprogramms. „Das ist ein starkes Signal für den Sport in Nordrhein-Westfalen und für die Menschen, die sich in Vereinen engagieren“, erklärt er. Für die elf Kommunen im Kreis Euskirchen sind nach seinen Angaben insgesamt gut 2,5 Millionen Euro vorgesehen. Landesweit investiert Nordrhein-Westfalen nach Angaben der Landesregierung rund eine Milliarde Euro in den Sport.

Neben den 200 Millionen Euro für Sportstätten sind weitere 200 Millionen Euro für Schwimmbäder und 200 Millionen Euro für Sportvereine vorgesehen. Hinzu kommen in den kommenden fünf Jahren weitere 375 Millionen Euro über die Sportpauschale.