Rundschau-Serie zum SparenWie man sein Erspartes durch die Krise rettet

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Hamburg – Angeheizt vor allem von gestiegenen Energiepreisen, steigt die Inflationsrate in Deutschland immer weiter. Angetrieben wird die Inflation neben den Energiepreisen noch von mehreren Faktoren. So kommen Materialmangel und Lieferengpässe sowie die Einführung der CO2 -Abgabe Anfang des Jahres 2021 hinzu.
Keine einfache Situation für jeden, der versucht, ein wenig Geld zu sparen. Finanzexperten geben Tipps, was Verbraucher in dieser Situation tun können:
Finanzplan erstellen
Wer sich einen Finanzplan erstellt, bevor er mit dem Geldausgeben beginnt, spart Hunderte von Euro, sagt Finanzexpertin Krystal Sharp im Interview mit dem Online-Magazin „Mic“. Jüngste Untersuchungen hätten zudem ergeben, dass Millennials, die weniger ausgeben und mehr sparen, glücklicher sind. Wer sich an sein selbst auferlegtes Budget hält, tut also langfristig auch etwas für seine emotionale Gesundheit.
Das Gehalt prüfen
Jeder fünfte Deutsche nutzt einer Umfrage zufolge, die Yougov im November 2021 durchgeführt hat, die anhaltende Inflation als Argument für mehr Gehalt. Zwar trifft die Inflation natürlich auch das Unternehmen, in dem man selbst arbeitet. Allerdings sei es ratsam, langfristig darauf zu achten, dass Verbraucher durch die Inflation nicht plötzlich effektiv weniger Gehalt bekommen. Dabei ist zu beachten: Bei Gehaltsverhandlungen geht es selten ausschließlich ums Geld. Auch andere Leistungen wie mehr Urlaub können ein Ausgleich sein.
Geld richtig anlegen
Während die Verbraucherpreise steigen, gibt es bei den Banken schon seit Jahren praktisch keine Zinsen mehr für Tages- und Festgeld – die beliebteste Anlageform der Deutschen. Wer möchte, dass sich sein Geld vermehrt, muss andere Geldanlagen ins Auge fassen als Bargeld zu horten oder auf Sparbücher zu legen. Denn wenn die Zinsen nicht im selben Maße steigen wie die Inflationsrate, lohnt es sich kaum noch, Geld anzulegen.
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Alternative Anlagemöglichkeiten gibt es allerdings genug: Aktien beispielsweise werfen in der Regel prozentuale Erträge ab, die höher sind als die Inflationsrate. „Eine gute Diversifizierung ist entscheidend für eine gute Stabilität im Depot“, sagt Frank Wieser, Geschäftsführer bei PMP Vermögensmanagement. Wer jetzt in den Aktienmarkt einsteigt, sollte am besten in einen breit streuenden ETF investieren, rät der Experte.
Altersabsicherung
Gerade Jüngere sollten bei ihren finanziellen Zielen lieber etwas mehr Geld für die Altersvorsorge einplanen. Die allgemeine Preisentwicklung wird sich nämlich voraussichtlich auch auf die Rentenlücke auswirken. Diese bezeichnet die Differenz zwischen dem letzten Gehalt als Berufstätiger und dem Geld, das als gesetzliche Rente bezogen wird.





