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Telefon, Einkauf, VersicherungenHier schlummert besonders viel Potenzial zum Sparen

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Geldbeutel mit Geld

Symbolbild

Köln – Seit Monaten steigen die Verbraucherpreise in Deutschland. Doch im Alltag gibt es viele Möglichkeiten zum Geldsparen. Ein Überblick.

Wie kann ich bei Versicherungen Geld sparen?

Bei wiederkehrenden Ausgaben wie Versicherungs- aber auch Mobilfunkverträgen lohnt sich das Hinschauen besonders. „Das größte Sparpotenzial verwirklicht sich da, wo man sich um die Verträge kümmert und diese nicht unbeachtet im Ordner schlummern lässt“, sagt Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Gespart werden kann zum Beispiel schon über die Wahl der Zahlungsweise. So sollten Versicherungsbeiträge immer jährlich gezahlt werden, da bei monatlichen Teilzahlungen der Versicherer einen Ratenzahlungszuschlag von meist mindestens fünf Prozent verlangt.

„Bei bestehendem Versicherungsschutz können auch unwichtige Teile, wie oft im Lebensversicherungsbereich die Unfallzusatzversicherung, gekündigt werden“, sagt Weidenbach. Manchmal haben Verbraucher auch noch eine Vollkasko-Versicherung, obwohl der Wert ihres Autos dies nicht mehr rechtfertigt oder sind in ihrer Hausratversicherung gegen Überschwemmungen versichert, obwohl sie mittlerweile in eine weniger gefährdete Region umgezogen sind. „Sind Bereiche versichert, die im Schadensfall nicht die Existenz bedrohen, beispielsweise eine Handyversicherung, kann auf den Schutz verzichtet werden“, so Weidenbach.

Bei wichtigen Verträgen – insbesondere Haftpflicht- und Sachversicherungen – sei es hingegen empfehlenswert, regelmäßig zu überprüfen, ob der Versicherungsschutz bei einem anderen Versicherer günstiger zu erhalten ist.

Wie schaffe ich es, beim Einkauf zu sparen?

„Wer saisonal einkauft, geschickt bevorratet, selbst kocht und dann auch noch weiß, wie man übrig gebliebene Lebensmittel verwertet, kann sich ausgewogen und auch preiswert ernähren“, sagt Nicole Schlaeger, Expertin für gesunde Ernährung bei der Verbraucherzentrale. Mit das Wichtigste, um zu sparen, sei eine gute Planung.

Kostenfaktor Ernährung: Abwechslungsreiche Mahlzeiten müssen nicht teuer sein.

Um den Einkauf von überflüssigen Sachen zu vermeiden, empfiehlt Schlaeger einen Speiseplan für mehrere Tage. „Wer im Supermarkt einkauft, sollte sich nicht vom Angebot überrollen lassen und nicht mehr einkaufen, als tatsächlich benötigt wird.“Dabei gilt es Lebensmittel, die frisch verzehrt werden sollten, in den ersten Tagen und länger haltbare Produkte später in der Woche einzuplanen. Gemüse und Obst sollten saisonal eingekauft werden. „Wenn die Ernte gerade ihren Höhepunkt hat, sind einige Gemüse- und Obstsorten besonders günstig.“

Statt Fertigprodukten lohne sich oftmals auch die eigene Zubereitung. „Die fertigen Backofenpommes haben zum Beispiel einen bis zu viermal höheren Preis als frische Kartoffeln“, so Schlaeger. Als preiswerten Durstlöscher empfiehlt die Expertin zudem Leitungswasser anstelle von Mineralwasser. Und wer viel unterwegs ist, sollte sich Verpflegung von zu Hause mitnehmen.

Mit welchen Tricks lässt sich Wasser sparen?

„Ein Hauptkostentreiber kann die Warmwasserbereitung sein, wenn der Haushalt per Strom, das heißt mit einem Durchlauferhitzer sein Wasser erwärmen muss“, sagt Energieexpertin Gerhild Loer von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. So kostet der Verbraucherzentrale zufolge bei einem elektrischen Durchlauferhitzer eine achtminütige warme Dusche bei einem Durchfluss von zehn Litern pro Minute und einer üblichen Temperatur von 38 Grad etwa 1,13 Euro.

Auf das Jahr hochgerechnet macht das gut 400 Euro. Zum Vergleich: Bei Warmwasser, das mit Gas oder Öl erwärmt wird, liegen den Angaben zufolge die Kosten bei acht Minuten Duschen bei 0,60 Euro beziehungsweise etwa 220 Euro im Jahr. Wer also seine Duschdauer reduziert, kann schon viel bewirken.

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Entscheidend aber ist, wie viel Wasser pro Minute durch den Duschkopf fließt. Bei normalen Duschköpfen sind das der Verbraucherzentrale zufolge oft 10 bis 12 Liter. Es gibt aber auch Brausen, die viel mehr Wasser verschwenden, so können es bei Regenduschen sogar 20 Liter sein. Verbraucherzentralen empfehlen daher einen Sparduschkopf. Er kostet etwa 20 Euro und spart bis zu 50 Prozent des Warmwasserverbrauchs, heißt es.

Wie kann ich meine Telefonkosten senken?

Das Angebot von Mobilfunk- und Internetverträgen ist groß und vielfältig. „Der optimale Tarif sollte anhand der benötigten Leistung ausgewählt werden“, sagt Felix Flosbach, Telekommunikationsexperte bei der Verbraucherzentrale. Als Anhaltspunkt kann hier der aktuelle Verbrauch dienen und meist im Kundenportal oder der Rechnung gefunden werden. Mit diesen Angaben sollten Verbraucher dann verschiedene Tarife vergleichen und dabei alle Kosten und Rabatte zusammenrechnen und gegenüberstellen.

„So kann die Gefahr umgangen werden, Lockangebote oder später wegfallende Rabatte zu vergessen“, sagt Flosbach. Wer zudem seinen Vertrag frühzeitig kündigt, hat später eine bessere Verhandlungsposition. Im Gespräch mit dem Provider kommen diese dem Verbraucher nämlich bei Preis oder Leistung oftmals entgegen. Verbraucherzentralen raten mitunter auch zu Prepaid-Tarifen, da damit Kostenfallen vermieden werden können und im Zweifelsfall maximal das Guthaben verloren ist.