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Kommentar zu ImmobilienMit den sinkenden Preisen könnte es schon vorbei sein

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Ein Wohnhaus steht in einem Neubaugebiet in Schleswig-Holstein.

Ein Wohnhaus steht in einem Neubaugebiet in Schleswig-Holstein.

Hinter einem historischen Preisverfall steckt meist ein Krisenphänomen. Und ganz von der Hand zu weisen ist das auch in diesem Fall nicht.

Auf die Inflationskrise folgten die Maßnahmen der Zentralbank. Dass so etwas auch zur Abkühlung am Immobilienmarkt führt, ist nichts Außergewöhnliches. Denn damit verschärfen sich die Finanzierungsbedingungen: Kredite verteuern sich. Und damit sinkt die Nachfrage.

Glücklicherweise sind noch keine Anzeichen zu sehen, dass sich daraufhin nun reihenweise faule Kredite in den Bankbilanzen anhäufen würden. Dennoch hat die Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin die Banken erst kürzlich aufgefordert, ausreichend Risikovorsorge zu betreiben. Das ist angeraten, weil der Preisverfall bei Gewerbeimmobilien sich etwas länger ziehen könnte als bei Wohnimmobilien.

Und das ist auch schon die schlechte Nachricht für Kaufinteressenten eines Eigenheims: Mit den sinkenden Wohnimmobilienpreisen könnte es schon vorbei sein. Denn der Neubau stockt, die Nachfrage aber ist vielerorts immer noch vergleichsweise hoch. Deswegen werden die Preise auch in naher Zukunft für viele Menschen unerschwinglich bleiben.

Der historische Preisverfall ist mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber wirklich abgekühlt haben sich die Preise auch nicht, nach den enormen Steigerungen über die vergangenen Jahre.

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