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Moschee-DiskussionLaschet kritisiert Giordano

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NRW-Integrationsminister Armin Laschet. (Bild: dpa)

NRW-Integrationsminister Armin Laschet. (Bild: dpa)

KÖLN - Der jüdische Schriftsteller Ralph Giordano fühltsich in der Diskussion um Großmoschee-Bauten in Deutschland vonNordrhein-Westfalens Integrationsminister Armin Laschet (CDU)verunglimpft. Laschet hatte Medienberichten zufolge die Haltung desKölners gegenüber dem Islam als "fundamentalistisch", "fast rechts"bezeichnet. Giordano fordert vehement einen Stopp von Großmoscheen inDeutschland und ruft zu offenem Widerstand auf, wie auch im Fall dergeplanten Kölner Moschee. Großmoscheen, wie die kürzlich in Duisburgeröffnet Marxloher Moschee, hätten in ihren Ausmaßen einenAbschreckungseffekt.

Der Holocaust-Überlebende fühlt sich von Laschet auf die Seite derRechtsradikalen, "seinen Todfeinden", gedrängt. "Es sind gerade meineErfahrungen als Angehöriger einer damals tödlich bedrohtenMinderheit, die mich heute alarmieren und sensibilisieren für dieGefahren, die vom politischen und militanten Islam drohen", sagteGiordano am Sonntag. Mit Laschets Diskriminierung werde die Mehrheitder Gesellschaft zu Rassisten gestempelt. (dpa)

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