Schadstoffe in der Nideggener Schule

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NIDEGGEN. Nachdem im Blut von 33 Schülern und einem Lehrer des Nideggener Schulzentrums erhöhte Toluol- und Dichlormethanwerte festgestellt worden waren, wurde am Donnerstag die darin untergebrachte Grund- und Hauptschule bis zum kommenden Mittwoch geschlossen.

In der Zwischenzeit soll ein unabhängiger Gutachter Raumluftmessungen durchführen, um die Ursache der Schadstoffbelastung zu ermitteln. Die Nideggener Realschule wird unter anderem von Kindern aus der Stadt Zülpich besucht.

Ausgenommen werden bei den Untersuchungen die Räume der Hauptschule, da diese in einem Altbau unterbracht ist. Die auffälligen Blutwerte aber wurden nur bei Pennälern der Grund- und Realschule festgestellt, die in sanierten oder neu errichteten Gebäudeteilen die Schulbank drücken.

NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn hatte bereits am Mittwoch eine vorsorgliche Schließung des Schulzentrums gefordert. „Die Situation für die betroffenen Kinder und Eltern ist so nicht hinnehmbar“, befanden Höhn und die Landtagsabgeordnete Sybille Hausmann.

In einer Mitteilung des Landesumweltministeriums wurde darauf hingewiesen, dass aus den erhöhten Toluol- und Dichlormethan-Gehalt zwar keine akute Gesundheitsgefährdung abzuleiten sei, dies jedoch mittel- und langfristig nicht ausgeschlossen werden könne.

Am Donnerstag verständigten sich Eltern und die politischen Spitzen, darunter Landrat Wolfgang Spelthahn, die Vorsitzende des Kreis-Gesundheitsausschusses Liesel Koschorreck sowie Nideggens Bürgermeister Willi Hönscheid darauf, ein unabhängiges Kölner Institut mit der Raumluftmessung zu beauftragen.

Die Messungen sollen am kommenden Dienstag durchgeführt werden. Am Montag werden die Räume dazu speziell versiegelt, ab Mittwoch geht der Schulbetrieb in beiden Schulen weiter. Am kommenden Freitag sollen die Ergebnisse vorliegen.

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