Abo

SPD setzt auf Scholz im Endspurt für die Landtagswahl in NRW

2 min

Düsseldorf – Trotz Kritik an einer zu zögerlichen Haltung des Kanzlers im Ukraine-Krieg, setzt die nordrhein-westfälische SPD auf ihn im Schlussspurt ihres Landtagswahlkampfes. „Nein, es ist kein Risiko, Wahlkampf mit Olaf Scholz zu machen”, sagte der SPD-Spitzenkandidat für die Wahl am 15. Mai, Thomas Kutschaty, am Montag in Düsseldorf. Genau dort, wo CDU und FDP 2017 ihren Koalitionsvertrag unterzeichnet hatten, präsentierte der Landesparteichef gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden Lars Klingbeil am Rheinufer die Großplakate für die letzten zwei Wochen - eines davon Kutschaty mit Scholz.

„Der macht das genau richtig”, sagte der Spitzenkandidat über den Kanzler. Er setze sich nicht abends in Talkshows, sondern stimme sich stattdessen mit den europäischen Partnern ab. Auch Klingbeil betonte, die Bürger wollten keinen Kanzler, der „per Twitter Politik verkündet”. Scholz werde auch bei der Abschlusskundgebung der SPD am 13. Mai in Köln auftreten. Die SPD und die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) liefern sich seit Wochen ein Kopf-an-Kopf-Rennen in den Umfragen.

Kutschaty wie auch Klingbeil sagten, sie rechneten nicht damit, dass das große Thema Ukraine-Krieg alle anderen bei den Wählerentscheidungen überlagert. Er sehe auch nicht, dass die Landtagswahl eine Abstimmung über die Ukraine-Politik der Ampel im Bund wird, sagte Klingbeil.

© dpa-infocom, dpa:220502-99-126146/2 (dpa/lnw)