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Stammkunden und einige NeueSo kam der „Lange Samstag“ in Meckenheim an

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Die Prinzengarde mit Manfred Schnieber, Monika Schell, Carmen Kindel und Eva Schüffelgen (v. l.) bot Reibekuchen und Federweißer an.

Meckenheim – Die einen waren in einem Fachgeschäft auf der Suche nach einer Zitronenpresse, andere wurde von der „Hosen-Kompetenz-Woche“ eines Kleidergeschäfts angelockt und manche kamen auch nur wegen der Leckereien. Um den Kunden nach dem abgesagten verkaufsoffenen Sonntag Anfang September doch noch etwas zu bieten, hatte der Meckenheimer Verbund zu einem verkaufsoffenen langen Samstag eingeladen, an dem die Geschäfte bis 18 Uhr geöffnet waren.

Die Einzelhändler lockten mit besonderen Aktionen und Fässchenwirt Otto Stangl verwöhnte seine Gäste mit bayrischen Spezialitäten und Oktoberfestbier. Die Mitglieder der Prinzengarde wiederum verkauften in einem Pavillon vor dem Traditionslokal Federweißer und Zwiebelkuchen. Zehn Kilo Zwiebeln und zweieinhalb Kilo Mehl waren dafür verarbeitet worden – und die Nachfrage war groß: Bis 16 Uhr war nur noch ein halbes Blech des herzhaften Kuchens übrig, nahezu sämtliche der 120 Stücke waren verkauft.

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Schriftführerin Christiane Wrobel war „hochzufrieden“, wie sie selber sagte: „Die Einnahmen kommen unserem Verein zugute.“ Ähnlich zufrieden über die Kundenfrequenz äußerte sich Geschäftsfrau Otti Bertram: „Es kamen Stammkunden, aber es gab auch viele neue Gesichter“, freute sich die Inhaberin eines Schuhgeschäfts, die Besucher aus Bonn und sogar von der Mosel beriet. Boutique-Inhaberin Claudia Becker wiederum gab einen Rabatt auf Hosen und spendete Beinkleider, die ihr Kunden im Rahmen der Aktion brachten, der Meckenheimer Kleiderstube, wo sie für kleines Geld weiterverkauft werden.

Apfelrallye war ein Erfolg

Willi Wittges-Stoelben, Vorsitzender des Meckenheimer Verbunds, zog eine positive Bilanz der Aktion, die im November und Dezember wiederholt werden soll. Ab 10.30 Uhr sei es auch in seinem Geschäft „relativ voll“ gewesen, berichtete er. Erfreulich für die Geschäftsleute: Gefragt waren vor allem hochpreisige Waren, wie Jacken und Mäntel.

Auch eine Apfelrallye kam vor allem bei Familien und Kindern gut an: Die in den Schaufenstern verteilten Früchte mussten gezählt und die Gesamtsumme bei einem Buchladen abgegeben werden. Inhaberin Tanja Muck hatte bis 16 Uhr 15 Rückmeldungen gesammelt. Ihr Geschäft sei „gut besucht“ gewesen, sagte sie, „ich hatte mit weniger gerechnet“. Viele Kunden hätten sich telefonisch vergewissert, ob noch geöffnet sei, und sich dann mit den Worten „bis gleich“ verabschiedet. Wenngleich sich mit dem ersten verkaufslangen Samstag die coronabedingten Verluste noch nicht „so richtig“ aufholen ließen, so könne sie sich doch vorstellen, „dass noch mehr Kunden kommen, wenn die Aktion etwas bekannter wird“, so Muck.

Der Meckenheimer Verbund plant zwei weitere verkaufslange Samstage am 14. November und am 5. Dezember. Im November wollen die Karnevalsvereine den Nachmittag mit Musik untermalen, der verkaufslange Samstag im Dezember steht im Zeichen des Nikolaus und eines etwas anderen Zintemaats mit zusätzlichem verkaufsoffenem Sonntag. „Wir wollen in Zusammenarbeit mit der Stadt ein schönes zweites Adventswochenende organisieren“, so Willi Wittges-Stoelben.