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Schäden durch FlutLommersdorfer Bürgerhalle für 1,3 Millionen Euro saniert

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Fünf Männer und eine Frau sitzen am Rand einer Bühne, links im Bild sind große Fenster zu sehen.

Auf der 40 Quadratmeter großen Bühne der Bürgerhalle von Lommersdorf nehmen die Vertreter des Ortes und der Verwaltung mit Bürgermeisterin Jennifer Meuren Platz.

Pünktlich zum Muttertag und damit dem traditionellen Termin der Lommersdorfer Kirmes war die Sanierung abgeschlossen.

Freude in Lommersdorf: Für 1,3 Millionen Euro wurde die bei der Flutkatastrophe 2021 stark beschädigte Bürgerhalle saniert. „Das ist für unseren Ort ein Glücksfall“, sagt Ortsvorsteher David Dreimüller. Er steht auf der beeindruckenden, 40 Quadratmeter großen Bühne der Bürgerhalle. Neben ihm sind Bürgermeisterin Jennifer Meuren, weitere Vertreter der Verwaltung, Markus Böhm, Sprecher der Dorfgemeinschaft, und Helmut Nett, Vorsitzender des Vereinskartells. Was allen die gute Laune garantiert, ist unter und über ihnen zu sehen: neue Bühne, neuer Estrich und neue Bodenheizung, neue Lüftungstechnik, um nur einige Aspekte aufzuzählen.

Ein Mann in Arbeitskleidung hält eine Kurbel in die Kamera.

Herr der Kurbel: Hausmeister Heiner Schmitz kann so die mobile Trennwand zwischen den Sälen bewegen.

1,3 Millionen Euro kostete das alles, bezahlt wurde es aus dem Wiederaufbaufonds. Und vor allem: Binnen Jahresfrist wurden die Arbeiten abgeschlossen. „Das hier ist eben Lommersdorf und nicht Stuttgart 21“, sagt David Dreimüller und grinst. Zwischenzeitlich war die Bürgerhalle eingeschränkt weiter nutzbar.

Lommersdorfer Bürgerhalle spät an der Reihe beim Wiederaufbau

Pünktlich zum Muttertag und damit dem traditionellen Termin der Lommersdorfer Kirmes sollte alles fertig sein, das hatte die Bürgermeisterin versprochen. Sie konnte Wort halten. 24 Stunden vor Kirmesbeginn sei die Sanierung beendet gewesen, so Meuren.

Weil aus Sicht von Rat und Verwaltung die Beseitigung anderer Flutschäden in der Gemeinde noch dringlicher gewesen sei, kam Lommersdorfs Versammlungsort erst vergleichsweise spät an die Reihe. Nun lässt sich dafür wieder umso besser feiern im 1975 errichteten Bau, der damals zur 1000-Jahr-Feier des Ortes eröffnet worden war. Es ist tatsächlich schon die zweite Sanierung der Halle. Eine erste energetische Maßnahme war der Einbau neuer Fenster und einer Dämmung aus dem damaligen Konjunkturpaket II, so Markus Böhm.

Flut beschädigte Heizung und Technik

Im Juli 2021 war dann vor allem der Keller geflutet, die alte Ölheizung und die ebenfalls im Keller untergebrachte Lüftungstechnik waren stark beschädigt. Geheizt wird nun mit einer Luft-Wärmepumpe. Sie und die allein rund 200.000 Euro teure Lüftungstechnik sind nicht mehr im Keller und damit hochwassersicher aufgestellt. Die Lüftungsanlage hat 51 kW und kann bis zu 16.000 Kubikmeter Zu- und Abluft pro Stunde leisten. Die neue Luft-Wärme-Pumpe hat einen maximalen Wert von 64 kW.

Innen überzeugen natürlich die beiden Veranstaltungssäle, die mit neuem Estrich und Ausschanktheken wie aus dem Ei gepellt wirken. 100 Quadratmeter groß ist der kleine Saal, 250 – ohne Nebenräume – der große. Das bietet Platz für bis zu 800 Besucher von Veranstaltungen vor allem der fünf Vereine in Lommersdorf. Die Bürgerhalle werde derzeit 30 bis 40 Mal im Jahr vermietet, so Dreimüller. Diese Bürgerhalle ist auch der größte Veranstaltungsort in der Gemeinde Blankenheim.

Man habe bei auch Glück bei den Ausschreibungen gehabt, so Dreimüller weiter: Aufgrund günstiger Angebote habe Geld eingespart werden können, mit dem die neue Bühne und auch eine Ausschanktheke angeschafft werden konnten.


Leerstehende Halle in Wohn- und Büroräume verwandelt

Eine leerstehende Immobilie am Ortsrand von Lommersdorf, groß und langgezogen, hat einen neuen Besitzer gefunden. Die ehemalige Filiale der VR-Bank Nordeifel samt der Wohnetage hat André Daniels aus Lommersdorf gekauft. Innerhalb eines halben Jahres hat er sie in Wohn- und Büroraum umgebaut, unter anderem für eine physiotherapeutische Praxis im Erdgeschoss. Eine alte Lagerhalle neben dem Gebäude hat Daniels ebenfalls gekauft. Diese ist derzeit als Zusatzhalle an den Bauhof der Gemeinde Blankenheim vermietet, bis der in den geplanten Neubau in Freilingen umziehen kann.

Eine Nutzungslücke an der Straße Nippes in Lommersdorf schließt sich aufgrund dieser Entwicklungen so langsam. Im Jahr 2024 wurde in diesem Bereich schon das neue Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Lommersdorf eröffnet. Daneben ist noch Platz für ein weiteres Mitglied der Blaulichtfamilie. Im Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises ist anstelle von Tondorf eine neue Rettungswache im Bereich Blankenheim vorgesehen, Lommersdorf ist dabei eine Option. (sli)