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Wertvolle ReliquienWallfahrtswoche in Blankenheim ist nach langer Pause wiederbelebt

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Zu sehen ist ein Teil des Tischtuchs des letzten Abendmahls mit drei Engeln.

Als erstes Heiltum wurde ein Teil des Tischtuchs des letzten Abendmahls erhoben und vor dem Altar der Pfarrkirche ausgestellt.

Bei der Heiltumswoche in Blankenheim werden verschiedene Reliquien gezeigt. Am bekanntesten ist das Schädelstück des heiligen Georg.

Die Heiltumswoche in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt von Blankenheim hat begonnen. Noch bis zum Sonntag, 16. August, werden zu Pilgermessen die diversen Reliquien erhoben und den Gläubigen gezeigt. „Das verteilt sich über die Woche. Jeder und jede findet da das Angebot, das zu ihm oder zu ihr passt“, sagt Pfarrer Andreas Züll, Leiter des Pastoralen Raums Blankenheim-Dahlem. Er wirkt zuversichtlich. Zwar waren zur Eröffnungsmesse der dritten Wallfahrtswoche seit 2024 nur um die 30 Gläubigen gekommen, doch es war ja erst der Auftakt des geistlichen Sonderprogramms.

Die Wallfahrtstradition in Blankenheim wurde zwar vor Jahrhunderten begründet, war aber lange vernachlässigt worden. Einen schriftlichen Nachweis über eine Reliquienverehrung im Ort fand Markus Schmitz, Ortshistoriker und Mitglied des Rates des Pastoralen Raums. Bis ins 17. Jahrhundert ist offenbar eine Erhebung zur Verehrung der diversen Heiltümer nachweisbar. Fest stehe auch, dass die Wallfahrtstradition in den 1950er-Jahren abbrach. Nach rund 70 Jahren Unterbrechung war die feierliche Erhebung und Ausstellung der Heiltümer mit den diversen Reliquien 2024 der Neuanfang.

Neun Kilo schwere Silberbüste aus dem 15. Jahrhundert

Zum Auftakt der diesjährigen Heiltumswoche wurde ein Stück des Abendmahltuches erhoben und zur Verehrung vor dem Altar ausgestellt. In dieser Woche kommen nach und nach die weiteren wertvollen Reliquien aus dem Kirchenschatz dazu. „Man kann über das Leben der Heiligen und ihren Glauben versuchen, einen Bezug zu seinem eigenen Leben herzustellen“, so Pfarrer Züll im Anschluss an die Eröffnungsmesse zum Sinn des religiösen Angebotes in der Pfarrkirche. Die Auswahl der so in Blankenheim über die Reliquien verehrten Glaubenswege ist dabei groß.

Ein Pfarrer und ein anderer Mann stehen vor dem Eingang zur Kirche. Im Hintergrund sind weitere Männer und Frauen zu sehen.

Zur Wallfahrtswoche in St. Mariä Himmelfahrt laden Pfarrer Andreas Züll und Markus Schmitz, Mitglied des Rates des Pastoralen Raums, ein.

Am bekanntesten ist das Schädelstück des heiligen Georg, das in einer neun Kilo schweren Silberbüste aus dem 15. Jahrhundert zu sehen ist. Dazu kommen vor allem Tuchreliquien wie ein Stück vom Tischtuch des letzten Abendmahls. Wie immer bei Reliquien geht es erst in zweiter Linie um die zweifelsfrei nachgewiesene Authentizität des Heiltums, die oft, aber nicht immer gegeben ist. Im Vordergrund steht der hohe Symbolgehalt des Artefakts eines Lebens im Glauben.

So wird die Wallfahrtswoche in Blankenheim nach einem Orgelkonzert in St. Mariä Himmelfahrt mit Kantor Thomas Schnorr aus Ahrweiler am   Montagabend am Dienstag, 11. August, um 19 Uhr mit einer Pilgermesse und der Erhebung der Heiltumstücher der Heiligen Gordian, Gertrud, Walburga und Laurentius fortgesetzt. Am Mittwoch, 12. August, um 19 Uhr folgen die Pilgermesse mit der Erhebung der Georgsbüste sowie Einzelsegen mit der Reliquie. Am Freitag, 14. August, stehen um 20 Uhr die Pilgermesse mit Erhebung des Heiltumstuches der Gottesmutter und eine Reliquienprozession an.

Die Aussetzung des Allerheiligsten ist am Dienstag und Mittwoch von 18 bis 18.45 Uhr, am Freitag von 19 bis 19.45 Uhr und am Samstag von 10.30 bis 12 Uhr. Zum Abschluss der Wallfahrtswoche am Sonntag, 16. August, dem Tag des Patroziniums der Pfarrkirche, gibt es im Rahmen der Heiligen Messe um 11 Uhr auch eine Kräuterweihe.