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EuskirchenAreal für Wohnmobilhafen schrumpft

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Das frühere Tankstellengelände an der Kölner Straße scheidet als Teil des geplanten Wohnmobilhafens aus.

  1. Der nächste Rückschlag: Der Wohnmobilhafen in Euskirchen lässt weiter auf sich warten.
  2. Mit dem Eigentümer der potenziellen Fläche gibt es nach wie vor keine Einigung. Die ursprünlich angedachte Anzahl der 50 Standplätze, ist geschrumpft.
  3. In den Parteien herrscht weiter große Skepsis.

Euskirchen – Der Wohnmobilhafen, der in Euskirchen in einem Landschaftsschutzgebiet an der Erft entstehen soll, lässt weiterhin auf sich warten. Die Stadt musste bei ihren vorbereitenden Planungen jetzt einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Dies wurde in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Planung deutlich. Denn wie der Technische Beigeordnete Oliver Knaup mitteilte, ist die Fläche, die für das Vorhaben zur Verfügung steht, im Vergleich zum ursprünglichen Konzept deutlich geschrumpft.

Mit dem Vorschlag, am Erftufer in der Nähe der Kölner Straße einen Platz für Reisemobile auszuweisen, war die Verwaltung schon 2013 an die Öffentlichkeit gegangen. Das Vorhaben war seither immer wieder Thema im Rat und seinen Fachausschüssen. Mittlerweile laufen Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans 86.

Betrieb wird erschwert

Im Ausschuss für Kultur, Freizeit und Sport im Dezember 2013 hatte die Stadtverwaltung von einem Investor berichtet, der Interesse habe, einen Wohnmobilhafen zu bauen und zu betreiben. Rentabel sei dies allerdings nur, wenn die Anlage mindestens 50 Stellplätze umfasse.

Mittlerweile jedoch ist im Rathaus nur noch von einem Gelände mit maximal 18 Plätzen die Rede. Der Betrieb unter der Regie eines privaten Pächters werde dadurch erschwert, wie es Dezernent Knaup in der Sachdarstellung für den Umwelt- und Planungsausschuss formulierte.

Keine Einigung mit Eigentümer

Dass die Potenzialfläche deutlich kleiner geworden ist – vor einem Jahr war noch von bis zu 30 Plätzen die Rede gewesen – hängt mit dem ehemaligen Tankstellengelände an der Kölner Straße zusammen. Vorgesehen war, dort eine Service-Station (Wasser, Abwasser, Strom, Abfall) für die Reisemobilisten einzurichten, ebenso einen Gastronomie-Betrieb und einen kleinen Laden für die Nahversorgung. Auch sollte das Gelände als Ein- und Ausfahrt für den Wohnmobilhafen dienen.

Doch mit dem neuen Eigentümer des Grundstücks sind diese Pläne nach Knaups Angaben nicht umzusetzen. Er sei auch nicht bereit, die Fläche an die Stadt zu verkaufen, so der Beigeordnete. Also hat die Verwaltung ihren Entwurf so verändert, dass eine „Realisierung unabhängig von der Fläche der ehemaligen Tankstelle möglich ist“.

Noch große Skepsis vorhanden

Die Zufahrt soll nach Westen verschoben werden, die Service-Station nach Norden, sodass für Fahrzeuge weniger Raum übrig bleibt. Wenn die Planung überarbeitet ist, will die Verwaltung die Beteiligung der Öffentlichkeit und anderer Behörden in die Wege leiten. Im Ausschuss machten die Redner mehrerer Fraktionen aus ihrer Skepsis kein Hehl. Horst Belter (SPD) sagte, er glaube nicht, dass unter den neuen Voraussetzungen noch ein wirtschaftlicher Betrieb möglich sei. Es sei besser, sich nach einem anderen Standort umzusehen. UWV-Fraktionschef Markus Schmidt und Grünen-Sprecherin Dorothee Kroll pflichteten ihm bei. Nach Krolls Informationen ist der Kreis Euskirchen nicht bereit, seine Zustimmung zu der ins Auge gefassten Fläche zu erteilen, da sie in einem Landschaftsschutzgebiet liege.

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Dagegen ermunterte Arne Spitz (FDP) die Stadtverwaltung, die Planung zu forcieren – auch wenn man dort „nur 15 oder 16 Stellplätze“ unterbringen könne. Als Betreiber schlug Spitz die Stadtverkehrsgesellschaft SVE vor. Swen Samoly (Linke) regte an, zu prüfen, ob man den Wohnmobilhafen an der Steinbachtalsperre platzieren könnte.

Die CDU gab keine Stellungnahme ab. Ihr planungspolitischer Sprecher Armin Flucht sagte: „Wir nehmen den derzeitigen Sachstand zur Kenntnis.“