2021 war die Kita Nahestraße von der Flut zerstört worden. Jetzt verschiebt sich wegen eines Wasserschadens die Einweihung des Neubaus.
Schwere SchädenWasserrohrbruch verzögert Einweihung der Kita Nahestraße in Euskirchen

Kurz vor der Bauabnahme verursachte ein Wasserrohrbruch in der Kita Nahestraße nach Angaben der Stadt starke Schäden.
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Kurz vor der ursprünglich geplanten Fertigstellung ist der Neubau der städtischen Kita Nahestraße in Euskirchen im Erdgeschoss durch einen Wasserrohrbruch stark beschädigt worden. Die Stadtverwaltung geht momentan davon aus, dass die Inbetriebnahme des Gebäudes sich um zwei bis drei Monate verzögert.
Der Schaden sei gut eine Woche vor der geplanten Bauabnahme entstanden, sagte Marcel Timm, stellvertretender Leiter des Stadtbetriebs Zentrales Immobilien-Management (ZIM), am Mittwochabend in der Sitzung des Ausschusses für Generationen und Soziales. ZIM-Leiterin Deborah Lüdenbach hatte in einer Vorlage für den Ausschuss geschrieben, der Rohrbruch sei auf eine unzureichend verpresste Leitung zurückzuführen.
Sieben Kitas ließ die Stadt Euskirchen wegen der Flutfolgen abbrechen
Weil der Schaden vor der Abnahme aufgetreten sei, „gehörte das Bauwerk noch dem Bauunternehmen“, erklärte Timm den Ausschussmitgliedern. Die Firma hafte deshalb für die Folgen des Wasserrohrbruchs.
Die Kita auf dem Eckgrundstück Nahestraße/Moselstraße war – wie sechs weitere städtische Einrichtungen – im Zuge der Flutkatastrophe im Juli 2021 so stark beschädigt worden, dass die Stadt sie abbrechen ließ. Die Gruppen aus den sieben Kindergärten wurden übergangsweise in anderen Kitas untergebracht, bevor sie Anfang 2022 Modulbauten bezogen.
Die Kita Nahestraße hatte ihren Standort seither in einem Ersatzdomizil in der Chlodwigstraße, in der Nähe der Feuerwache. Die Unterbringung dort sei trotz der nun eingetretenen Verzögerung gesichert, erklärte Betriebsleiterin Lüdenbach. Man habe den Mietvertrag für die Modulbauten zulasten des Bauunternehmens entsprechend verlängert.
Die Kita Nahestraße ist die einzige der sieben von der Flut betroffenen Einrichtungen, die ihren Neubau noch nicht bezogen hat. Die Kitas Roitzheim, Wißkirchen, Nordstraße, Kiefernweg, Käthe-Kollwitz-Straße und Kirchheim hatten im Laufe des vergangenen Jahres Einweihung gefeiert.

