Weil die Einsatzkräfte schnell und effektiv eingriffen, entstand kein Schaden an der Halle des Abfallzentrums in Mechernich-Strempt.
Nächtlicher AlarmFeuerwehr Mechernich löscht Brand im Abfallwirtschaftszentrum

Die Feuerwehr Mechernich löschte im Abfallwirtschaftszentrum des Kreises Euskirchen in Strempt einen Schwelbrand in einer Müllumschlaghalle.
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Glimpflich endete in der Nacht zu Donnerstag ein Brand im Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) des Kreises Euskirchen in Strempt. In einer Umschlaghalle hatte Restmüll Feuer gefangen. Es entwickelte sich ein Schwelbrand, den die mit 60 Einsatzkräften ausgerückte Feuerwehr der Stadt Mechernich so rasch löschte, dass an der Halle kein Schaden entstand, wie Kreissprecher Wolfgang Andres mitteilte. Im AWZ lief der Betrieb am Donnerstagmorgen normal weiter, ergänzte Andres.

Die Müllumschlaghalle war stark verraucht.
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Dass es nicht zu schlimmen Folgen kam, sei zum einen dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr zu verdanken, zum anderen den Sicherheitsmaßnahmen des Abfallwirtschaftszentrums, sagte Betriebsleiter Michael Weber am Tag nach dem Brand. In der Müllumschlaghalle seien Infrarotkameras installiert, über die bei einer Temperatur von mehr als 100 Grad Celsius ein Alarm ausgelöst werde.
Ein Mitarbeiter zog mit einem Bagger den Müll auseinander
Dies war um 2.42 Uhr der Fall. Über ein Sicherheitsunternehmen wurden die Feuerwehr und der Betriebsleiter informiert, der nach Strempt eilte und wiederum zwei Mitarbeiter hinzurief. Einer von ihnen zog nach ersten Löschmaßnahmen im Vollschutz mit einem Bagger den Müll auseinander. Dies erleichterte der Feuerwehr, die mit den Löschzügen 1 und 2 der Stadt Mechernich zum AWZ geeilt war, die Bekämpfung des Brandes.
„Wir haben die Hallentore geöffnet, so dass der Rauch abziehen konnte“, sagte Einsatzleiter Sebastian Graf, dessen Leute unter Atemschutz gegen das Feuer vorgegangen waren. Kurz vor 4.30 Uhr beendete die Feuerwehr den Einsatz. Betriebsleiter Weber attestierte der Wehr im Gespräch mit dieser Zeitung professionelle Arbeit.
Die Brandursache ist unklar. Michael Weber hält es für denkbar, dass ein vorschriftswidrig im Hausmüll entsorgter Akku, etwa von einem Mobiltelefon oder einer E-Zigarette, der Auslöser gewesen sein könnte. Darüber war schon im Mai und im Juli nach zwei Bränden in einem Entsorgungsunternehmen in Swisttal-Ollheim (Rhein-Sieg-Kreis) spekuliert worden, die jeweils hohen Sachschaden verursachten.