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WM-VorbereitungDer Europa-Kreisel in Euskirchen steht bei Stadt und Polizei im Fokus

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Das Archivbild zeigt zwei Ordnungsamt-Mitarbeiter, die sich in Euskirchen den Autokorso der Spanier nach dem Sieg gegen Deutschland bei der EM 2024 anschauten.

Das Ordnungsamt und die Polizei werden in Euskirchen wie schon bei den vorangegangenen Turnieren präsent sein.

Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt und die Polizei machen vor der WM deutlich, dass sie den Menschen die Freude am Fußball und das Feiern von Siegen nicht nehmen wollen. Gleichzeitig appellieren sie an die Fans, Rücksicht auf Anwohner zu nehmen. Wegen der Zeitverschiebung zu Mexiko, Kanada und den USA fallen einige WM-Spiele und deren Abpfiff in die Nacht oder frühen Morgenstunden. Autokorsos um 4 oder 6 Uhr morgens seien deshalb problematisch, da viele Menschen schlafen oder arbeiten müssten.

Ein zentrales Anliegen von Stadt und Polizei ist es, friedliche Feiern zu ermöglichen, ohne dass es zu Gefährdungen, Randale oder erheblichen Verkehrsbehinderungen kommt. Für solche Fälle kündigen die Verantwortlichen ein konsequentes Einschreiten an. Denn die Straßenverkehrsordnung gelte auch während der WM.

Der Europa-Kreisel hat sich als zentraler Treffpunkt für Fans etabliert

Besondere Aufmerksamkeit richten die Polizei und das Euskirchener Ordnungsamt erneut auf den Europa-Kreisel, der sich bei vergangenen Turnieren als zentraler Treffpunkt für Fans etabliert hat. Dort wollen sie die Lage nach den Spielen genau beobachten. Das erste Absperrmaterial steht schon am Kreisel. Ob er tatsächlich für den Verkehr gesperrt wird, soll situationsabhängig entschieden werden.

Fixe Kriterien für eine Sperrung gebe es nicht, erklärte die Polizei. Ausschlaggebend seien Faktoren wie die Zahl der Feiernden, die Stimmung vor Ort und mögliche Gefahrenlagen. Wenn sich viele Menschen im Kreisel aufhalten und es zu einem gefährlichen Gewusel zwischen den Autos kommt, könne der Bereich kurzfristig gesperrt werden.

Die Straßenverkehrsordnung ist nicht außer Kraft gesetzt, nur weil ein Spiel gewonnen worden ist.
Sacha Reichelt, Bürgermeister

Gefährliches Verhalten, das machen die Verantwortlichen im Vorfeld der WM ebenfalls deutlich, werde nicht toleriert. Dazu zählen etwa das Hinauslehnen aus Fahrzeugen, das Werfen von Gegenständen, riskante Fahrmanöver, das Zünden von Pyrotechnik in Menschenmengen oder Drift-Manöver im Kreisverkehr. Sollte der Europakreisel für solche Zwecke missbraucht werden, werde die Polizei einschreiten und gegebenenfalls Sperrungen anordnen. „Die Straßenverkehrsordnung ist nicht außer Kraft gesetzt, nur weil ein Spiel gewonnen worden ist“, so Reichelt.

Er ging auch auf in Sozialen Netzwerken geäußerte Vorwürfe ein, wonach die Anhänger bestimmter Nationen bei Fanfeiern in der Vergangenheit unterschiedlich behandelt worden seien. Dies wiesen Stadt wie Polizei entschieden zurück. Alle Menschen werden unabhängig von ihrer Herkunft oder den gezeigten Fahnen gleichbehandelt. Unterschiede in einzelnen Entscheidungen könnten sich lediglich daraus ergeben, dass unterschiedliche Einsatzkräfte Situationen vor Ort individuell bewerten müssten.

Polizei und Ordnungsamt kündigten an, während des Turniers eng zusammenzuarbeiten und die Lage gemeinsam zu beobachten. Personell sehe man sich gut aufgestellt. Gleichzeitig betonten die Verantwortlichen, dass die Entwicklung des Turniers und die jeweiligen Spielpaarungen entscheidend dafür seien, wie groß die Feiern letztlich ausfallen. Der Bürgermeister rief dazu auf, die Weltmeisterschaft als verbindendes Ereignis zu verstehen. Sport solle Menschen zusammenbringen und nicht trennen.