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Trinkwasser wird knappWarum in Udenbreth und Umgebung jetzt Wassersparen angesagt ist

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Kinder spielen in einer Kindertagesstätte in einem Planschbecken. Auf dem Symbolbild  sind die Füße und Beine von zwei Kindern zu sehen.

Planschbecken und Pools bieten an heißen Sommertagen eine willkommene Abkühlung. Rund um Udenbreth ist das Befüllen aber jetzt untersagt worden. (Symbolbild)

Ein hoher Trinkwasserverbrauch hat jetzt zu Engpässen bei der Versorgung in einem Teilbereich der Gemeinde Hellenthal geführt.

Was die Nutzung von Trinkwasser angeht, müssen sich die Menschen in einem Teilgebiet der Gemeinde Hellenthal jetzt einschränken: Für die Orte Miescheid, Udenbreth, Losheim und Losheimergraben haben der Wasserverband Oleftal (WVO) und die Gemeinde am Dienstag das Einsparen von Wasser angeordnet.

„Die Nutzung von Trinkwasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz für die betroffenen Ortschaften ist bis auf Weiteres untersagt für die Bewässerung oder Beregnung von Gärten, Grün- und Rasenflächen und Grünanlagen, das Befüllen von Pools und Schwimmbecken, das Autowaschen sowie für sonstige nicht notwendige Trinkwasserverwendungen“, teilt der Wasserversorger mit.

Kapazität der Pumpen reicht nicht aus, um Hochbehälter aufzufüllen

Betroffen sind rund 750 Bürgerinnen und Bürger aus den genannten Ortschaften. „Diese werden aus dem Hochbehälter Udenbreth versorgt“, erklärt Dipl.-Ing. Ralf Stollenwerk, Betriebsleiter beim WVO. „Dieser etwa 550 Kubikmeter Trinkwasser fassende Hochbehälter wird mit Wasser aus der Oleftalsperre gefüllt. Allerdings muss das Wasser vom Pumpwerk im Prethtal zu dem auf knapp 700 Meter Höhe liegenden Behälter gepumpt werden“, so Stollenwerk.

Das Bild zeigt einen roten Hydranten, an den ein blauer Wasserschlauch angeschlossen ist.

Nahe der L110 bei Neuhof hat der Wasserverband Oleftal eine kostenlose Wasserentnahmestelle für Landwirte eingerichtet, die ihr Vieh auf der Weide mit Wasser versorgen wollen.

„Normalerweise ist es kein Problem, den Speicher über Nacht aufzufüllen. Aber durch die hohen Temperaturen und den dadurch stark angestiegenen Wasserverbrauch ist das am Dienstag nicht mehr gelungen“, sagte Stollenwerk im Gespräch mit dieser Redaktion. Es sei geplant, die Pumpleistung bis zum Frühjahr durch technische Maßnahmen zu erhöhen.

Landwirtschaft und Holzindustrie verbrauchen viel Trinkwasser

Veranstaltungen wie das Zugvögel-Festival oder das große Pfadfinder-Lager seien nicht für den Wassermangel verantwortlich. Der Verbrauch sei aktuell nicht nur in Privathaushalten, sondern vor allem in den vielen größeren landwirtschaftlichen Betrieben und bei einem Großabnehmer aus der holzverarbeitenden Industrie gestiegen, teilte Stollenwerk mit: „Außerdem müssen wir eine Reserve für den Fall eines Brandereignisses zurückhalten.“

Für Landwirte, die ihr Vieh versorgen müssen, wurde eine kostenlose Wasserentnahmestelle mit einem Standrohr an der L110 bei Neuhof eingerichtet. Diese wird von einem anderen Hochbehälter gespeist.