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WiederaufbauFeuerwehr ist in Kommern und Bleibuir nun besser vor Hochwasser geschützt

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Das Luftbild (Drohnenaufnahme) zeigt das neue Feuerwehrgerätehaus in Kommern.

Unweit des Kommerner Sportplatzes ist das neue Feuerwehrgerätehaus entstanden. Etwas kleiner, aber in vergleichbarer Gestaltung, wurde zeitgleich auch der Neubau für die Löschgruppe Bleibuir realisiert.

Der Neubau der beiden Feuerwehrgerätehäuser in Kommern und Bleibuir ist eines der größten Wiederaufbauprojekte in Mechernich.

Bei der Flutkatastrophe vor fünf Jahren wurden auch die beiden Feuerwehrhäuser in Kommern und Bleibuir schwer in Mitleidenschaft gezogen. Da eine Sanierung in beiden Fällen als nicht mehr wirtschaftlich erschien, entschloss sich die Stadt Mechernich für den Neubau der beiden Liegenschaften. „Bis auf kleinere Restarbeiten sind die Baumaßnahmen inzwischen abgeschlossen“, sagte Mechernichs Beigeordneter Thomas Hambach bei einem Ortstermin in Kommern: „Aktuell warten wir noch auf die Lieferung der Spinde in den Umkleideräumen.“

Mit einem Volumen von rund 7,3 Millionen Euro (Kommern) und 4,4 Millionen Euro (Bleibuir) gehören die beiden Bauprojekte zu den größten und teuersten Wiederaufbaumaßnahmen der Stadt Mechernich. Und nachdem das Kommerner Feuerwehrhaus auch schon mehrfach bei Starkregenereignissen in den Jahren vor der Flutkatastrophe von 2021 unter Wasser gesetzt worden war, entschied man sich hier für einen Umzug in Richtung Sportplatz, wo man vor den Fluten des Bleibachs geschützt sein dürfte.

Damm schützt den Neubau in Kommern bei Starkregen

„Gegen ablaufendes Oberflächenwasser haben wir an der Gebäuderückseite zusätzlich einen Damm realisiert, der im Falle eines Falles Wasser um das neue Gebäude herumführt“, erklärt Projektleiter David Esch von der Mechernicher Stadtverwaltung. Ein weiterer Vorteil des neuen Standorts in Kommern ist, dass die Feuerwehr aus der engen Bebauung im Ortskern herauszieht und somit mehr Platz für ihre großen Fahrzeuge erhält.

In Bleibuir wurde der Standort ebenfalls an den Ortsrand in Richtung Lückerath verlegt. Dadurch soll ein neuer „Schwerpunktstandort“ im südwestlichen Mechernicher Stadtgebiet entstehen, der die Schlagkraft in diesem Bereich erhöhen soll. Der neue Standort liegt etwas näher an der Bundesstraße 266 und dem Gewerbegebiet Strempter Heide.

Technisch und gestalterisch sind die beiden neuen Gebäude nahezu identisch – sie unterscheiden sich hauptsächlich in der Größe. In Kommern stehen acht Fahrzeughallen zur Verfügung, in Bleibuir sind es vier. Mit 69 Aktiven (davon neun Frauen und 19 Jugendfeuerwehrleute) ist die Löschgruppe Kommern auch genau doppelt so groß wie die Löschgruppe Bleibuir (35 Aktive, davon sieben Frauen und neun Jugendfeuerwehrleute).

Notstromaggregat gewährleistet die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr

Aktuelle Standards erfüllt jeweils die Gebäudetechnik, zum Beispiel die Beheizung mittels Luft-Wärmepumpentechnik über Betonkernaktivierung in der Fahrzeughalle und Fußbodenheizung in den Sozialbereichen. „Die Netzwerk- und Kommunikationstechnik ist auf neuestem Stand, und durch den Einsatz von fest installierten Notstromaggregaten im Rahmen des Katastrophenschutzes sind wir auch nach Ausfall von Strom- und Fernmeldenetz voll einsatzfähig“, erklärt Esch.

Stolz ist der Projektleiter auch auf die energiesparende Gebäudearchitektur: „Wir haben ein extensives Gründach zur Starkregenretention und zum sommerlichem Hitzeschutz verwirklicht, dazu eine großflächige PV-Anlage zur Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes bei hohem Energieverbrauch sowie massive Außenwände und Decken zur Minimierung von Temperaturschwankungen im Gebäude realisiert.“