Vom Bike-Check über die Erste Hilfe bis zur Geländefahrt: Der Aktionstag am Pumptrack im Kommerner Mühlenpark stieß auf reges Interesse.
Auftakt im MühlenparkPumptrack-Aktionstag lockte viele Biker nach Kommern

Gemeinsam mit den „Mud Monkeys“ zeigten auch einige Gäste auf dem Kommerner Pumptrack beeindruckende Sprünge.
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Ob mit dem Fahrrad oder dem Tretroller – die Brüder Liam und Joscha zählen längst zu den Stammgästen auf dem Pumptrack im Kommerner Mühlenpark. „Ich fahre schon seit fünf Jahren hier auf der Strecke. Die vielen Hügel, über die man springen kann, machen mir am meisten Spaß“, schwärmte der zehnjährige Liam.
Vor zwei Jahren überredete er schließlich auch seinen Bruder, ihn bei einer Fahrt über die Asphaltstrecke zu begleiten, und auch bei Joscha war die Begeisterung schnell geweckt. „Die Strecke ist einfach toll und macht mit dem Fahrrad genauso viel Spaß wie mit dem Roller.“
Um diese Begeisterung für den Kommerner Pumptrack noch weiter in die Bevölkerung zu tragen, hatten die Mitarbeiter der Stadt Mechernich für Samstag zu einem Aktionstag in den Mühlenpark eingeladen.
Nordeifel Tourismus hat Aktionstag im Mühlenpark unterstützt
„Die Nordeifel Tourismus GmbH hat kommunenübergreifend solche Tage geplant, um die Pumptracks bekannter zu machen“, erklärte Gabi Schumacher vom Fachbereich für Bildung, Kultur und Soziales. „Daran haben wir uns ein Beispiel genommen, und wir sind sehr glücklich, für diesen Tag so viele tolle Partner gefunden zu haben.“

Joscha (blaues Shirt) und sein Bruder Liam kommen schon seit mehreren Jahren mit Roller oder Fahrrad zum Kommerner Pumptrack.
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Zu diesen Partnern gehörte am Samstag auch Roland Kaul, der den Aktionstag am Vormittag mit einem Schnupperkurs für Radneulinge eröffnete. „Die Kinder sollen ein Gefühl für das Fahrrad bekommen, lernen, wie man bremst und Kurven fährt, und einen ersten Bike-Check durchführen, um zu sehen, ob das Rad überhaupt fahrtüchtig ist.“ Man könne seinen Kurs mit dem „Seepferdchen“-Abzeichen beim Schwimmen vergleichen.
„Es ist kein Fahrsicherheitstraining, wie die Polizei es durchführt; der Spaß soll immer im Vordergrund stehen“, so Kaul. Die Übungen fänden zwar auf gerader Strecke vor dem Pumptrack statt, dennoch könnten sie als erster Schritt für den Nachwuchs angesehen werden, sich später selbst auf die Hügelpiste zu wagen, fügte er lachend hinzu.
Was tun nach leichten Stürzen? – DRK hatte Erste-Hilfe-Kurs organisiert
Sollte es trotz Übung einmal zu einem Unfall kommen, berieten die Mitarbeiter des DRK mit einem Erste-Hilfe-Schnupperkurs über nützliche Handgriffe zur Versorgung kleinerer Wunden. „Schon die Vorbereitung für eine Tour kann entscheidend sein, da wir immer dazu raten, grundlegende Hilfsmittel wie beispielsweise ein Dreieckstuch im Gepäck zu haben“, erklärte Sascha Suikerland. Dieses lasse sich kompakt verstauen und könne zur ersten Wundversorgung eingesetzt werden. Den Verband fachgerecht anzulegen, lernten die Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung im Anschluss selbst.

Noah Breidbach (r.) vom DRK übte mit den Gästen des Aktionstages die Erste Hilfe bei kleineren Unfällen mit dem Fahrrad.
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Den optischen Höhepunkt im Kommerner Mühlenpark boten am Samstag die Mitglieder der vor einem Jahr gegründeten „Mud Monkeys“ aus Wachendorf. Zwar seien die Radfreunde in der Hauptsache mit dem Mountainbike in Wäldern der Region unterwegs, doch auch der Pumptrack biete zahlreiche Übungsmöglichkeiten, wie Gründungsmitglied Florian Kamp betonte. „Wir waren von der Aktion sofort begeistert und unterstützen sie gerne. Das ist auch für uns eine gute Gelegenheit, um das, was wir selbst gerne machen, noch mehr Menschen zeigen zu können.“
Vom Pumptrack ging es gemeinsam zu einer Ausfahrt in den Wald
Daher könne sowohl die Stadt als auch der Verein über die gewonnene Aufmerksamkeit durch die Zusammenarbeit nur profitieren. „Auf dem Pumptrack lassen sich viele Bewegungen üben, die auch bei unseren Fahrten im Wald wichtig sind. Außerdem lernt man auf der Strecke und bei Gesprächen im Anschluss viele Menschen kennen, die dieses Hobby teilen – und wie man sich in der Gruppe verhalten muss, damit alle gesund am Ziel ankommen.“
Wie eine Fahrt über den Pumptrack nach ausreichend Übung aussehen könnte, präsentierten die „Mud Monkeys“ mit spektakulären Sprüngen und eindrucksvollen Manövern auf der Strecke, bevor die staunenden Zuschauer die Tipps selbst umsetzen konnten. Zum Abschluss des Aktionstages luden die Radfreunde zudem zu einer geführten Mountainbike-Tour ein, bei der die Teilnehmenden das zuvor auf dem Pumptrack Gelernte auch im Gelände austesten konnten.
„Der Tag ist für uns alle ein Gewinn“, freute sich Florian Kamp. „Sollte die Stadt planen, solche Aktionen in Zukunft häufiger durchzuführen, sind wir gerne wieder mit dabei, um den Pumptrack und das Radfahren noch beliebter zu machen.“
