Positive Bilanz der Mechernicher Feuerwehr für das Jahr 2025: Mehr Personal, mehr Einsätze und die größte Jugendfeuerwehr im Kreis Euskirchen.
Jahresbilanz 2025Die Mechernicher Feuerwehr ist auf 840 Mitglieder gewachsen

Im Rahmen der Dienstbesprechung wurden viele langjährige Mitglieder geehrt oder in neue Führungspositionen berufen.
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Mit einer beeindruckenden Bilanz, zahlreichen Ehrungen und wichtigen Personalentscheidungen hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Mechernich bei ihrer diesjährigen Dienstbesprechung das Jahr 2025 Revue passieren lassen. Wie die Stadt Mechernich mitteilt, hat sich Wehrleiter Jens Schreiber bei den ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihr außergewöhnliches Engagement bedankt und zugleich einen Blick auf die Herausforderungen der kommenden Jahre geworfen.
Die Freiwillige Feuerwehr konnte demnach auch im vergangenen Jahr ihren Wachstumskurs fortsetzen, was auch Bürgermeister Michael Fingel erfreut zur Kenntnis genommen habe. Zum Jahresende 2025 gehörten 840 Mitglieder den zahlreichen Löschgruppen und -zügen im Stadtgebiet Mechernich an, 485 Frauen und Männer in den Einsatzabteilungen, 184 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr, 35 Kinder in der Kinderfeuerwehr, 32 Angehörige in der Unterstützungsabteilung sowie 104 Feuerwehrleute in der Ehrenabteilung.
Stolz sind die Mechernicher auf ihre Jugendfeuerwehr
„Besonders erfreulich entwickelte sich erneut die Jugendfeuerwehr“, berichtete Stadtjugendfeuerwehrwart Ingo Esser in der Dienstbesprechung, die in der Aula des städtischen Schulzentrums stattfand. Mit mehr als 180 Mitgliedern sei sie weiterhin die größte Jugendwehr im Kreis Euskirchen. Auch die Kinderfeuerwehr erfreue sich ungebrochener Beliebtheit und stoße inzwischen an Kapazitätsgrenzen.
Aber auch für die Aktiven gab es viel zu tun: Mit 566 Einsätzen verzeichnete die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Mechernich erneut einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. „Vor allem die technischen Hilfeleistungen nahmen an Zahl und Umfang weiter zu“, heißt es von der Feuerwehr. Insgesamt leisteten die Feuerwehrangehörigen im Jahr 2025 mehr als 127 Tage reine Einsatzzeit.
Auch organisatorisch und infrastrukturell seien dabei wichtige Weichen gestellt worden: „Neben personellen Veränderungen im Fachbereich Aus- und Fortbildung wurden die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der WhatsApp-Newskanal ausgebaut.“
Neue Feuerwehrgerätehäuser und neues Führungspersonal
Die neuen Feuerwehrgerätehäuser in Kommern und Bleibuir/Lückerath stehen kurz vor der Fertigstellung. In Floisdorf wurde die Fläche für den geplanten Anbau vorbereitet, für Weyer liege die vorläufige Baugenehmigung vor, und auch die Planungen für das Gerätehaus Harzheim befänden sich auf der Zielgeraden, so Stadtbrandmeister Jens Schreiber. Parallel werde der Brandschutzbedarfsplan fortgeschrieben.
Breiten Raum nahmen bei der Versammlung Ernennungen, Verabschiedungen und Ehrungen ein. Mehrere langjährige Funktionsträger wurden aus ihren Ämtern verabschiedet, gleichzeitig übernahmen zahlreiche Feuerwehrangehörige neue Führungsverantwortung in den Löschzügen, Fachbereichen sowie in der Jugend- und Kinderfeuerwehr.
Zu den wichtigsten Personalentscheidungen gehören unter anderem die Ernennung von Marcus Henk zum Löschgruppenführer in Strempt, von Christian Schmitz zum Löschgruppenführer in Glehn, von Lars Jürgensonn zum Löschgruppenführer in Satzvey sowie von Daniel Bürling zum Zugführer des Löschzuges 4.
Neuer Stadtkinderfeuerwehrwart ist Marcel Rühr. Darüber hinaus wurden zahlreiche Stellvertreter, Jugendfeuerwehrwarte und Fachbereichsverantwortliche neu berufen oder in ihren Ämtern bestätigt. Die Wehrleitung verabschiedete zugleich mehrere langjährige Führungskräfte, die ihre Funktionen meist aus Altersgründen abgaben, und dankte ihnen für ihren oft jahrzehntelangen Einsatz.
Eine Liste mit den Namen aller Geehrten gibt es auf der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Mechernich.
Feuerwehrleute aus Weiler a.B. probten den Ernstfall
Meterhoch schlagende Flammen,brennende Gasleitungen und eine simulierte Verpuffung in einem Kellerraum stellten realistische Bedingungen dar, unter denen jetzt neun Angehörige der Löschgruppe Weiler am Berge gemeinsam mit fünf Mitgliedern der Jugendfeuerwehr in einer speziellen Feuerlöschübungsanlage in Köln den Ernstfall probten.

Mitglieder der Löschgruppe Weiler am Berge und einige Nachwuchskräfte nahmen an einer Übung in Köln teil.
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Die beiden Ausbilder vermittelten zunächst die theoretischen Grundlagen, bevor es an die Praxis ging. Erläutert wurden die Eigenschaften verschiedener Gase und die von ihnen ausgehenden Gefahren ebenso wie die unterschiedlichen Löschmittel mit ihren Vor- und Nachteilen. Außerdem standen die richtige Handhabung von Feuerlöschern und das sichere Verhalten auf der Übungsanlage auf dem Programm. Anschließend wurde das Gelernte unter wirklichkeitsnahen Bedingungen umgesetzt. Zunächst wurde eine beschädigte Gasleitung simuliert.
Gasbrand in einer Baugrube nachgestellt
Danach wurde ein Gasbrand an einer defekten Leitung in einer Baugrube nachgestellt und von den Mechernicher Feuerwehrleuten erfolgreich bekämpft. „Unterschiedliche Gasdrücke aus dem Mitteldruckbereich – wie sie auch im Ortsverteilnetz vorkommen – verdeutlichten eindrucksvoll die entstehende Hitze und die enorme Wärmestrahlung“, so Benjamin Wiesen von der Löschgruppe Weiler am Berge.
Die Teilnehmer mussten meterhoch aufsteigende Flammen mit Pulverlöschern bekämpfen – sowohl einzeln als auch im Trupp. Dabei konnten sie die Leistungsfähigkeit dieser Löschmittel ebenso testen wie auch ihre Grenzen im praktischen Einsatz erfahren.
Auch die Jugendlichen durften ihr Können unter Beweis stellen. Zum Abschluss demonstrierten die Ausbilder noch die Verpuffung einer Gasansammlung in einem Kellerraum. Die dabei entstehende Druckwelle und Wärmestrahlung konnten die Feuerwehrangehörigen aus sicherer Entfernung erleben – und waren beeindruckt. (eb)
