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Neue Veytalschule in Mechernich Kinder und Eltern packen kräftig mit an

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Die Eltern packen bei der Gestaltung der Veytalschule mit an.

Mechernich-Satzvey – „Wir richten uns unsere Schule selber ein!“ Unter diesem Mitmach-Motto packen derzeit Kinder und Eltern an der Freien Veytalschule Satzvey kräftig mit an und gestalten die neue Lernumgebung.

„Es gibt nichts Schöneres! Dieses Miteinander von Eltern und Kindern – und das schon vor dem Schulstart!“ Sandra Düren aus Palmersheim und ihr Sohn Darion, sieben Jahre alt, waren überaus zufrieden. Der Junge fuhr munter Hackschnitzel mit der Kinderschubkarre auf einen Hügel, derweil nahm Mutter Sandra wie zahlreiche andere Eltern der 25 Schüler der neuen Freien Veytalschule die Schaufel in die Hand.

Elternaktion läuft seit Mitte Juli

„Der Großvater eines unserer Kinder hat uns ein Stück Betonkanalrohr als künftigen Spieltunnel gespendet“, freute sich Dr. Silke Wulf, Verwaltungsleiterin der Schule. Die Eltern hüllten die Betonröhre nun in einen kleinen Erdberg ein, der später bepflanzt werden soll.

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Freuen sich auf ihre neue Schule: Svenja Spittmann (v.l.) mit Tochter Daria, Sandra Düren mit Tochter Jana und Sohn Darion.

Freuen sich auf ihre neue Schule: Svenja Spittmann (v.l.) mit Tochter Daria, Sandra Düren mit Tochter Jana und Sohn Darion.

Seit dem 16. Juli sind Eltern und Kinder der einzügigen Schule im freiwilligen Arbeitseinsatz. Jetzt startet man zum „Endspurt“: Die Aktion wird in der kommenden Woche noch bis zum Donnerstag fortgesetzt werden. Die freiwilligen großen und kleinen Helfer waren eigens aus Bad Münstereifel, Euskirchen und Blankenheim angereist – allesamt sind froh, dass es im Kreisgebiet dieses Angebot an alternativer Pädagogik gibt.

Manche Familien sind „eigens deshalb hierhin gezogen“, erklärte Silke Wulf. Sehr zur Freude der Initiatoren wurde der Schulbetrieb der Freien Veytalschule zum 1. August (wie berichtet) von der Bezirksregierung Köln genehmigt.

Die Hackschnitzel, die die Mädchen und Jungen aufgehäuft haben, sollen künftig auf den schon verlegten Gitterrasensteinen „als Fallschutz für die Kinder“ dienen, so Svenja Spittmann. Sie ist eines der Gründungsmitglieder der Schule, die sich in ihrer Pädagogik an den Lehren von Anthroposoph Rudolf Steiner orientiert.

Ausbau des Schulangebotes geplant

Die Freie Veytalschule Satzvey hat zunächst im Anbau der ehemaligen Satzveyer Hauptschule zwei Klassenräume, zwei Fachunterrichtsräume, ein Büro und einen Raum für die Übermittagbetreuung für die 25 angemeldeten Kinder angemietet. Geplant ist der Ausbau des Schulangebotes bis zum Abitur und eine damit einhergehende räumliche Vergrößerung in die angrenzende, noch bestehende Förderschule, die dann ausziehen wird.

Natürlich wurden zuallererst die zukünftigen Klassenräume renoviert: Gardinen wurden angebracht, Fenster und Wände gestrichen, ein Holzboden verlegt und eine Holzspiegeldecke eingebaut: „Spiegeldecke heißt: In den ersten Schuljahren ist sie rund, sie wird dann mit aufsteigendem Alter der Kinder in den Klassenzimmern immer eckiger“, so Svenja Spittmann zum anthroposophischen Schulkonzept, das sich sogar in der Gestaltung der Klassenzimmerdecke zeigt.

Übernommen aus der ehemaligen Hauptschule wurde allerdings auch ganz Konventionelles, ohne das auch diese Schule nicht auskommen wird – zumindest in den ersten Klassen nicht. Svenja Spittmann: „Die alten Schultafeln nutzen wir weiter.“