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Padel-HalleZwei junge Zülpicher beweisen mit ihrem Projekt Unternehmergeist

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Die obengenannten stehen hinter einer Baumschine. Sie haben Padel-Schläger und einen Ball dbei. Im Hintergrund ist die vorbereitete Baufläche zu sehen.

Eine Padel-Halle bauen Oliver (l.) und Christian Schäfer an der Bergheimer Straße in Zülpich. 

Christian und Oliver Schäfer bauen in Zülpich eine Padel-Halle. Die beiden Jungunternehmer sind erst 18 und 20 Jahre alt.   

Sie sind Jungunternehmer im wahrsten Sinne des Wortes. Gerade mal 18 und 20 Jahre alt, der eine Schüler, der andere Student, wagen Christian und Oliver Schäfer sich auf Neuland vor. Die beiden bauen im Zülpicher Gewerbegebiet eine Padel-Halle. Für alle, die es nicht so mit Ballsportarten haben: Padel ist gewissermaßen eine Mischung aus Tennis und Squash. Und es ist eine neue Trendsportart. Neu ist es zumindest in Deutschland, in Spanien und Südamerika ist es weit verbreitet.

Zum Termin an der Baustelle haben Christian und Oliver Schäfer zwei Schläger mitgebracht, die wie eine Kreuzung aus Tennis- und Tischtennisschläger aussehen, und einen Ball, der zumindest äußerlich nicht von einem Tennisball zu unterscheiden ist. Er sei aber etwas weicher, sagen die beiden. Nicht zuletzt deshalb sei Padel leichter zu spielen. Außerdem werden, anders als beim Tennis, die Wände mit ins Spiel einbezogen.

Die Halle in Zülpich wird knapp 1300 Quadratmeter groß

Nach gerade mal 60 Tagen ist der Bauantrag genehmigt, es kann losgehen auf dem Grundstück, das an der Bergheimer Straße hinter der familieneigenen Autowerkstatt liegt. Die Fläche ist eingeebnet, ein Stück des Lärmschutzwalls zum Wohngebiet hin abgetragen. Knapp 1300 Quadratmeter groß soll die Halle werden, die dort in Leichtbauweise errichtet wird. Anfang Oktober soll sie fertig sein.

Drei Männer liefern sich beim Padel ein lebhaftes Spiel.

So spannend und sportlich muss es beim Padel nicht gleich zugehen. Hier sind international erfolgreiche Spieler zu sehen.

Dass das Grundstück im Familienbesitz sei, habe die Sache natürlich deutlich leichter gemacht, geben die Brüder zu. Trotzdem hätten sie bei der Bank reichlich Überzeugungsarbeit leisten müssen, bis die Finanzierung gestanden habe. Geholfen hat vermutlich die eigene Überzeugung und Ballbegeisterung der beiden. „Padel ist die am schnellsten wachsende Sportart der Welt“, sagt Oliver Schäfer: „Deutschland hinkt da dem Trend hinterher.“

Padel ist die am schnellsten wachsende Sportart der Welt.
Oliver Schäfer

Wer in der Zülpicher Region wohne und den Sport ausüben wolle, müsse bisher mindestens bis Hürth fahren. Wie auf Bestellung kommt ein Mann vorbei, der sich nach dem Stand der Bauarbeiten erkundigt. Er freue sich schon, sagt der Lövenicher, seinen Sport endlich ohne weite Fahrten ausüben zu können.

Die Brüder machen jetzt den Trainerschein

Bei aller Begeisterung für das eigene Projekt gehen die jungen Unternehmer auf Nummer sicher. Die Halle sei so konzipiert, dass sie auch anders genutzt werden könne. Der Betrieb soll weitestgehend automatisiert sein. Die vier Spielfelder – gespielt wird in der Regel zu viert, zu zweit geht es auch – werden online gebucht. Wer keine eigenen Schläger und Bälle hat, kann die Ausrüstung an einem Automaten ziehen.

Wann immer sie können, wollen Christian und Oliver Schäfer vor Ort sein. „Wir machen jetzt beide den Trainerschein“, erzählt Christian Schäfer. Denn auch Anfänger sollten die Möglichkeit haben, die neue Sportart nicht nur auszuprobieren, sondern richtig zu lernen. Als Konkurrenz zu den örtlichen Tennisvereinen sieht er das Angebot nicht: „Wir nehmen keinem den Platz weg.“ Viele Padel-Anlagen seien in früheren Tennishallen eingerichtet, das sei hier anders.

Eine Mitgliedschaft in einem Verein sei nicht erforderlich, um in der Halle Padel zu spielen. „Das wirkt heute eher abschreckend“, sagt Oliver, der wie sein Bruder selbst in einem Verein aktiv ist. Neben den vier Spielfeldern werde ein Bereich eingerichtet, in dem man nach dem Spiel zusammensitzen und etwas trinken könne.

Dafür, dass sie gerade ein beachtliches Projekt stemmen, wirken die Brüder denkbar entspannt. Unternehmertum liege bei ihnen in der Familie, erzählen sie. Und zitieren ihren Großvater – natürlich auch Unternehmer –, der sage: „Ein erfolgreicher Unternehmer braucht Mut, Fleiß und eine Portion Glück.“