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Ausstellung in ZülpichElf Jahre Weltumsegelung in Cartoons und Illustrationen zeigen

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Inga Beitz-Svechtarov sitzt im Fair-Café in Zülpich vor einer Wand, an der ihre Cartoons hängen. Im Vordergrund sind Tische und Stühle zu erkennen.

Freut sich über die Ausstellung im Fair-Café: Künstlerin Inga Beitz-Svechtaov vor einer Wand mit ihren Cartoons.

Inga Beitz-Svechtarov stellt ihre Kunst im Fair-Café in Zülpich aus, fast alles ist auf dem Segelboot entstanden.

Tahiti 2018: Im Stade Pater Te Hono Nui versammeln sich Tausende Menschen für einen Weltrekordversuch. Der größte Auftritt von Ukulelespielrinnen und -spielern soll hier stattfinden. Mittendrin im bunten Treiben: Inga Beitz-Svechtarov und Vassil Svechtarov aus dem Bad Münstereifeler Höhengebiet, die gerade mit ihrem Segelboot Station auf der Insel machen. Ein Stadion voll mit Menschen, mit Blumen geschmückt und alle spielen ein Lied – „Diese Gemeinsamkeit hat mich so berührt, wenn ich daran denke, muss ich fast wieder weinen“, berichtet Beitz-Svechtarov nun fast sechs Jahre später.

Das Erlebnis hat sie in eine Kurzgeschichte verwandelt. „Wenn wir alle Schlachten unserer Geschichte gegen solche wie diese hier austauschen könnten, möchte ich nochmals leben“, schreibt sie. Dazu gibt es auch eine Illustration, die Polynesier, Ukulelen und Blumen zeigt.

Der Künstlerin gefällt die Kombination aus Kunst und Café in Zülpich

Diese und viele andere Bilder, die Beitz-Svechtarov auf ihrer insgesamt elf Jahre dauernden Weltumseglung angefertigt hat, kann man nun im Fair-Café bestaunen. Diese Zusammenarbeit hat eine längere Vorgeschichte. Ihr Mann Vassil Svechtarov habe sich im vergangenen Jahr mit einem Café in Meckenheim in Verbindung gesetzt, weil er dort gerne ein Konzert spielen wollte. Der Besitzer habe dann auf der gemeinsamen Webseite des Künstler-Paares die Bilder von Inga Beitz-Svechtarov gesehen und gesagt, dass er diese gerne ausstellen würde.

Eine Illustration in der Ausstellung von Inga Beitz-Svechtarov zeigt mehrere Ukulele spielende Frauen, die mit Blumen geschmückt sind.

Das berührende Erlebnis in Tahiti hat die Künstlerin so illustriert.

Ihr persönlich habe die Kombination aus Café und Ausstellung gut gefallen. Dadurch gehe die Distanz, die in einem Museum entstehe, ein Stück weit verloren. „Das ist vielleicht nicht so steif und elitär“, sagt Beitz-Svechtarov. Deshalb habe sie sich nach der Ausstellung in Meckenheim nach einem weiteren Café umgesehen und sei dann über Freunde in Zülpich gelandet.

Kunstwerke liegen in der Tischplatte eines Zülpicher Cafés

Und von Distanz zur Kunst kann hier wirklich keiner sprechen. Die Illustrationen von Beitz-Svechtarov sind zum Teil in den Tischplatten, die aus alten Fenstern gemacht sind, ausgestellt. So kann man beim Kaffee trinken Kunst betrachten.

Das Bild zeigt vier Bilder unter einer Tischplatte, die wie ein altes Fenster aussieht. Links und rechts steht jeweils ein Stuhl.

Die Illustrationen sind zum Teil in den Tischplatten des Cafés ausgestellt.

An den Wänden hängen weitere Werke der Künstlerin und im Café liegen Ansichtsexemplare zweier Bücher mit Kurzgeschichten aus, zu denen die Illustrationen wie die der Ukulele passen. Ein Flyer auf jedem Tisch informiert über die Künstlerin und die Ausstellung. Wer bei der Tischbetrachtung besonders gefallen an einem Bild findet, kann dieses auch im Café erwerben.

Inga Beitz-Svechtarov und Vassil Svechtarov sind mit der Kooperation mit dem Café sehr zufrieden. Die Vernissage zu Beginn der Ausstellung sei sehr gut besucht gewesen und auch so passe das Café zu ihrer Kunst, sagt Beitz-Svechtarov. „Hier kommen so viele Menschen zusammen und das passt zum Thema Reisen“, beschreibt es ihr Mann.


Die Ausstellung läuft noch bis zum 10. April. Das Fair-Café hat montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet und samstags von 10 bis 13 Uhr.