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Kunstwerk vom RathausplatzLeverkusens Aquamobil soll wiederkommen

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30 Jahre lang stand das Aquamobil vor dem früheren Rathaus in Wiesdorf. Es soll einen neuen Platz bekommen.

Leverkusen – Von eingemotteter Kunst hat niemand etwas. Also soll man sich in der Stadtverwaltung Gedanken machen, wo das Aquamobil wieder aufgestellt werden könnte. Das fordert Opladen plus. Das Wasser-Kunstwerk stand drei Jahrzehnte lang vor dem Rathaus in Wiesdorf, wurde dann abgebaut, um Platz für die Rathaus-Galerie zu gewinnen.

Nach Ansicht von Stephan Adams und Markus Pott könnte einer der neuen Kreisel an der künftigen Europa-Allee ein guter Standort sein, der Brückenpark am Rand der Bahnstadt, das Postgelände in Wiesdorf oder die Badestelle am Hitdorfer See.

Der Schöpfer ist ein Schwabe

Das Kunstwerk wurde vor zwölf Jahren vom Spezial-Spediteur Niesen abgebaut und dann im eigenen Haus eingelagert. Schöpfer des Kunstwerks ist der Schwabe Gottfried Gruner, der auf sein Leverkusener Werk besonders stolz war: Es war die größte Anlage dieser Art – neben anderen in Hamburg, Karlsruhe und Gelsenkirchen.

Der Künstler wohnte der Installation des Aquamobils im Jahr 1977 selbst bei und konnte so spontanen Kommentaren von Zuschauern lauschen. Die Mutmaßungen, was die „Wasserplastik“ darstellen soll, reichten vom „Hochtrapez für Artisten“ bis zum Übungsturm für Feuerwehrleute.

Es ging um „Wasser und Zeit“

Tatsächlich stellte das Kunstwerk eine recht simple Wasser-Umwälzanlage dar, durch die ein endloser Wasserkreislauf in Gang gesetzt wurde. Passanten sollten so zur Beobachtung von „Wasser und Zeit“ eingeladen werden. Dreimal täglich wurde das Wasserspiel von Lautmalereien begleitet. Das brachte dem Aquamobil den Spitznamen „Beamtenwecker“ ein: Seinerzeit stand nebenan das Rathaus.

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Diskutiert wurde immer wieder über Sinn oder Unsinn das Aquamobils. Auch eine gänzliche Stilllegung wurde in Erwägung gezogen. Im April 2007 geschah es, aber aus anderen Gründen: Die Baustelle für die Rathaus-Galerie wurde eingerichtet, Rat-, Stadt- und das Bayer-Kaufhaus abgebrochen. Der „Affenfelsen“ mit den Wasserbecken kam weg – die Fontänen auf dem neuen Platz gelten als Reminiszenz an das Wasserspiel.