Leverkusen – Die GBO-Arkaden, das neue Wohn- und Geschäftshaus des Gemeinnützigen Bauvereins Opladen an der Düsseldorfer Straße, wachsen täglich weiter in die Höhe. Und wenn auch noch etwa ein Jahr bis zur Fertigstellung vergehen wird, rücken damit gleichzeitig die letzten Tage des alteingesessenen Rewe-Markts an der Kölner Straße näher.
Wie die in Köln ansässige Supermarktkette am Dienstag auf Anfrage bestätigte, wird das kaum 100 Meter von dem Neubau gelegene und viel kleinere Geschäft aufgegeben, wenn der neue, rund 2400 Quadratmeter große Rewe-Markt in den GBO-Arkaden eröffnet.

Der neue Rewe im Erdgeschoss des Neubaus wird rund 2400 Quadratmeter Nutz- und Verkaufsfläche bieten.
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Noch im August vergangenen Jahres hatte es allerdings geheißen, dass der bestehende Laden einen langfristigen Mietvertrag habe und zwei Märkte in unmittelbarer Nachbarschaft wirtschaftlich durchaus erfolgreich sein könnten. Pressesprecher Thomas Bonrath erklärte demgegenüber jetzt, dass dem Personal in der vergangenen Woche angeboten worden sei, den Arbeitsplatz nahtlos zu wechseln.
Kündigungen nicht vorgesehen
Kündigungen seien deshalb nicht vorgesehen, es sei denn, von Seiten einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Umzug aus persönlichen Gründen nicht mitmachen wollen. Zu weiteren Details, etwa der Zahl der Betroffenen, mochte Bonrath gestern noch keine Auskünfte erteilen. Wie berichtet, wird der neue Markt vom Burscheider Unternehmers Marcel Rahmati betrieben, der auch in Köln, Bonn und Refrath aktiv ist.
Die GBO-Arkaden werden außer dem Rewe im Erdgeschoss zehn Dreiraum- und 46 Zweiraumwohnungen mit insgesamt 4000 Quadratmetern Wohnfläche in den oberen Etagen beherbergen. Die barrierefreien Wohnungen werden ebenso wie der Lebensmittelmarkt direkte Zugänge zum benachbarten Parkhaus Kantstraße erhalten. Der fünfgeschossige Neubau, der die Baulücke zwischen Parkhaus und ehemaliger Commerzbank schließt, bekommt auf dem Dach des Rewe-Markts einen begrünten Innenhof für die Mieter mit Bäumen, Büschen, Spielplatz und Ruhebänken unter freiem Himmel.
Private Gründe
Veränderungen sind auch an anderer Stelle des Lebensmittelhandels in Opladen zu verzeichnen: Der Edeka-Markt an der Pommernstraße wird seit kurzer Zeit nicht mehr vom Ehepaar Blondrath betrieben. Das in der Vergangenheit mehrfach modernisierte und von den Kunden bestens angenommene Geschäft liegt jetzt in den Händen der Edeka-Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mit Sitz in Moers. Wie die Pressestelle auf Anfrage mitteilt, habe der Rückzug des Ehepaars rein private Hintergründe. Den Markt aufzugeben, sei aber zu keinem Zeitpunkt in Betracht gekommen. Zum Eigenbetrieb gebe es „bis auf weiteres keine andere Option“. Statt des Blondrath-Schriftzugs prangt inzwischen ein „Opladen“-Schild an der Fassade.