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FriedhofBergneustadt beschließt muslimisches Gräberfeld

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Grabsteine stehen am 28.10.2013 auf dem muslimischen Gräberfeld auf dem Friedhof Stöcken in Hannover.

Auf dem Bergneustädter Friedhof sollen künftig auch muslimische Bestattungen möglich sein.

Bergneustädter Rat bringt neue Bestattungsmöglichkeit auf dem städtischen Friedhof auf den Weg. 

Der Stadtrat Bergneustadt hat mit großer Mehrheit die Einrichtung eines muslimischen Gräberfeldes auf dem städtischen Friedhof auf den Weg gebracht. Der Antrag wurde mit 32 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen beschlossen.

Bürgermeister Matthias Thul machte während der Sitzung deutlich, dass mit dem Ratsbeschluss noch nicht alle rechtlichen Fragen abschließend geklärt seien. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, müsse zunächst der Oberbergische Kreis zustimmen. Anschließend müsse die Satzung geändert werden.

Diskussion um Gleichbehandlung

Für Diskussionen sorgte vor allem die Frage, ob eine Bestattung im Tuch später ausschließlich Muslimen vorbehalten wäre. Wolfgang Lenz (AfD) betonte, seine Fraktion unterstütze das muslimische Gräberfeld grundsätzlich. „Aber hier muss Gleichheit herrschen“, sagte er. Er warnte davor, zuerst einen Beschluss zu fassen und rechtliche Details erst später zu klären.

Auch Jens-Holger Pütz (UWG) äußerte Bedenken. Sollte die Satzung später festlegen, dass nur Muslime ohne Sarg bestattet werden dürften, wolle er dagegen klagen.

Mehmet Pektas (FWGB) sprach sich gegen eine erneute Verweisung in die Arbeitsgruppe aus. Dort sei bereits viel Vorarbeit geleistet worden.

Andere Ratsmitglieder widersprachen dieser Kritik deutlich. Ramona Voth, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, sagte, es gehe nicht darum, günstiger bestattet zu werden, sondern um religiöse Wünsche. „Wir müssen allen Bergneustädtern die Möglichkeit geben, sich so bestatten zu lassen, wie es ihren Wünschen entspricht“, erklärte sie.

Ratsmitglied Recep Özgül bedankte sich schon während der Debatte bei den Beteiligten für den sachlichen Austausch. Die Diskussion habe gezeigt, „dass Bergneustadt eine Stadt ist, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam ihren Platz haben“. Das muslimische Gräberfeld sei nicht nur ein wichtiger Schritt für die muslimische Gemeinschaft, sondern für die gesamte Stadtgesellschaft.