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Para-EishockeyBergneustädter Jano Bußmann blickt auf die neue Saison

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Para-Eishockesypieler Jano Bußmann bei den Paralympics 2026

In der vergangenen Spielzeit nahm Jano Bußmann mit der deutschen Nationalmannschaft an den Paralympischen Spielen in Mailand teil.

Für Bergneustädter Para-Eishockeyspieler Jano Bußmann beginnt bald die neue Saison. Höhepunkt wird die WM 2027 in Tschechien.

Vanille, Schokolade, Stracciatella und viele Sorten mehr: Angesichts der aktuellen Temperaturen haben die Eisdielen der Region Hochkonjunktur. Einer jedoch denkt beim Thema Eis eher an die Zeit, wenn es in der Wiehler Halle wieder friert: Jano Bußmann. Die ersten Termine für die Eishockey-Saison 2026/27, die im September so langsam beginnt, stehen schon fest – und damit auch der Fahrplan für den Para-Nationalspieler aus Bergneustadt. „Ich bin froh, dass es bald wieder losgeht“, sagt der 19-jährige Abiturient.

Weltmeisterschaft als großes Ziel

In der vergangenen Spielzeit hatte sich Bußmann einen Traum erfüllt und mit der deutschen Nationalmannschaft an den Paralympischen Spielen in Mailand teilgenommen. Im Gruppenspiel gegen Gastgeber Italien war dem Jüngsten im Team vor mehr als 4000 Zuschauern sogar der umjubelte Führungstreffer gelungen, Bußmann war gefragt wie noch nie. Mehr als genug Motivation für ihn, weiterhin hart zu trainieren und eine noch prominentere Rolle der Mannschaft von Nationaltrainer Peter Willmann anzustreben.

Auf Klubebene steigt der Angreifer, der auch bei der jüngsten Sportlerwahl dieser Zeitung auf dem Treppchen landete, wie bisher in einer Doppelrolle für die Wiehl Penguins und Pardubice/Tschechien in den Schlitten.

Ich bin froh, dass es bald wieder losgeht
Jano Bußmann, Para-Eishockey-Spieler

Mit der deutschen Auswahl steht unter anderem im Januar in Füssen eine Trainings- und Testspielwoche gegen den kanadischen Nachwuchs auf dem Programm. Bußmann hofft, dass auch daheim in Wiehl wieder Länderspiele ausgetragen werden: „Das waren von den Gegebenheiten und dem Zuschauerinteresse eigentlich die besten Partien. Aber vielleicht bin ich da auch ein bisschen befangen“, sagt der 19-Jährige grinsend.

Der klare Höhepunkt der kommenden Saison wird die A-Weltmeisterschaft im tschechischen Ostrava (1. bis 8. Mai 2027). Die knapp 300.000-Einwohner-Stadt in Mähren gilt als kleines „Mekka“ des Para-Eishockeys. Bußmann kennt die Halle bereits aus dem Ligabetrieb, „und bei der letzten WM haben sie es geschafft, die auch gut zu füllen“. Insgesamt 64.748 Fans fanden 2019 den Weg zu den Spielen – ein WM-Rekord. Für Deutschland wird es wohl darum gehen, wie 2025 als Fünfter den Klassenerhalt in der Top-Division zu schaffen.

Doch nicht nur sportlich warten neue Herausforderungen auf Bußmann, auch privat bricht ein neues Kapitel an: Im Oktober beginnt der Oberberger ein Studium für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme an der TH Köln. Dabei geht es darum, Lösungen für eine nachhaltige Stadtplanung, die Energieversorgung der Zukunft, für Mobilität und den Klimawandel zu entwickeln. Vorerst möchte Bußmann daheim wohnen bleiben und pendeln – möglich ist das dank des Führerscheins, den er nach bestandener Prüfung am Donnerstag ganz frisch in den Händen hält.

Gegen Speiseeis hat Bußmann im Übrigen natürlich auch nichts: Seine Lieblingssorte, das verrät er zum Abschluss noch, ist Erdbeere.