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WiedenestIm Escape-Room mit Justus, Peter und Bob

3 min

Gemeinsam stürzten sich die Müllers auf alle Gegenstände, die einen möglichen Hinweis enthalten könnten.

Wiedenest – Von einer mysteriösen Botschaft in eine geheimnisvolle Villa gelockt, treten „Die drei ???“ durch die Eingangstür in das Gebäude. Hinter ihnen schlägt die Tür zu und lässt sich nicht mehr öffnen. Heike Müller, ihr Sohn Tobias und seine Freundin Christina Lupzik aus Wiedenest sind gefangen. Die drei spielen am Samstagvormittag einen der vier Rätselräume – „Die geheimnisvolle Villa“, „Casino Royal“, „Panik auf der Titanic“ und „Gefahr im Labor“ – die die evangelische Kirchengemeinde Wiedenest im Martin-Luther-Haus aufgebaut hat.

Was auf sie zukommt, wissen sie noch nicht. Obwohl das Team jedes Mal an der seit vier Jahren stattfindenden Aktion „Escape Rooms“ teilgenommen hat, sind die Rätsel immer wieder neu und spannend. „Man kann sich kaum vorbereiten“, sagt Christina. Es gibt keine Anleitung, nur viele geheimnisvolle Gegenstände und durch Zahlenschlösser gesicherte Türen, Kisten und Schubladen. Fest steht nur, dass sie genau eine Stunde Zeit haben, den Raum wieder zu verlassen.

Es gilt das Rätsel zu lösen

„Alles über zwei Metern Höhe spielt nicht mit“, erläutert Küster Heiko Schütz. Er weist darauf hin, dass die Teamkommunikation bei der Lösung unbedingte Voraussetzung ist, zur Not gibt es ein Walkie-Talkie, um mit dem Spielleiter Kontakt aufnehmen zu können, der die Szene über einen Monitor beobachtet.

Ähnlich wie die Detektive Justus, Peter und Bob aus der Reihe „Die drei ???“ stürzen sich die drei Wiedenester auf alles im Raum, was ungewöhnlich scheint. Auf dem Schreibtisch liegt ein Willkommensbrief des Gastgebers: „Ihr seid die Figuren in meinem kleinen, gemeinen Spiel – Wenn ihr das Rätsel nicht löst, werdet ihr auf Lebzeiten meine Gäste sein.“ Heike fragt sich, ob das große „X“ oder die Symbole auf dem Adelswappen etwas zu bedeuten haben. Daneben steht ein Bücherregal, in dem sich auch viele Ausgaben der Jugendbuchreihe befinden – sind darin Hinweise versteckt?

An der Wand hängen afrikanische Masken und ein Bild mit vier Getränkeflaschen. Nach einigem Suchen findet das Team die auf dem Bild abgebildeten Gefäße in dem Zimmer. Sie führen zu einer vierstelligen Zahlenkombination. Nun gilt es, alle im Raum verteilten Schlösser zu untersuchen, ob sich eines davon mit dem Code knacken lässt. Bei einer Schublade ist Tobias erfolgreich. Neben einigen Puzzleteilen findet er einen weiteren Hinweis, der die Lösung ein Stück näher rücken lässt.

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So tastet sich die Gruppe schrittweise voran. Einmal verzweifeln sie jedoch: Mit den gefundenen Zahlen lässt sich kein Schloss öffnen. Da ist der Griff zum Funkgerät nötig. Spielleiterin Melissa Müller stellt fest: Das Codeschloss ist falsch eingestellt. Ihre Mutter Heike lacht: „Manchmal läuft’s halt nicht nach Plan.“ Heiko Schütz erklärt, dass nach dem einwöchigen Aufbau der Rätselräume keine Zeit mehr geblieben sei, um die Durchläufe ausgiebig zu testen.

Nach rund 40 Minuten hat das Rätselteam auch das letzte Schloss geöffnet. „Ihr habt es geschafft und den Schlüssel für die Ausgangstür gefunden“, steht auf dem Brief in der Kiste. „Das hat richtig viel Spaß gemacht“, freut sich Tobias. Dass sie als Testgruppe fungiert haben, stört sie nicht – das Dreierteam hat schon zwei weitere „Escape Rooms“ gebucht, dann mit Verstärkung durch Heiko Müllers Partner Andreas Bock.

Die Aktion läuft noch bis Freitag, 22. Oktober. Etwa 20 der insgesamt 224 Termine sind noch frei. Sie können unter www.kirche-wiedenest.de/veranstaltungen/anmeldung-escaperoom gebucht werden.