In Bergneustadt soll die Zukunft der Begegnungsstätte Hackenberg weiter diskutiert werden. Der Rat verwies den SPD-Antrag in den Ausschuss.
SozialarbeitZukunft der Bergneustädter BGS Hackenberg wird weiter beraten

Im vergangenen Jahr feierte die BGS 40-jähriges Bestehen.
Copyright: Schmittgen
Die Zukunft der Begegnungsstätte Hackenberg (BGS) hat in der Ratssitzung für eine ausführliche Diskussion gesorgt. Ein Antrag der SPD-Fraktion, der sich für den langfristigen Erhalt der BGS und die Entwicklung eines nachhaltigen Zukunftskonzeptes aussprach, wurde am Ende nicht direkt beschlossen. Stattdessen verwies der Rat das Thema mit großer Mehrheit zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Soziales, Schule, Sport, Kultur und Integration (SSSKI).
SPD hofft auf Erhalt des Standorts auf dem Hackenberg
Die SPD begründete ihren Antrag mit der großen Bedeutung der BGS für den Stadtteil. Daniel Grütz erinnerte daran, dass die Begegnungsstätte seit über 40 Jahren ein wichtiger Treffpunkt auf dem Hackenberg sei. „Sozialarbeit ist für uns Präventionspolitik“, betonte er. Gerade angesichts zunehmender Einsamkeit unter Jugendlichen seien Orte der Begegnung wichtiger denn je.
Bürgermeister Matthias Thul stellte jedoch klar: „Zu keinem Zeitpunkt ist die Einstellung der Arbeit der BGS Absicht der Verwaltung gewesen.“ Zwar habe das Gebäude im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes auf dem Prüfstand gestanden, die Arbeit selbst sei jedoch nie infrage gestellt worden. Bereits seit Februar arbeite die Stadt an einer Neukonzeptionierung der Kinder- und Jugendarbeit. Dabei würden sowohl der Erhalt des bisherigen Gebäudes als auch alternative Lösungen geprüft.
Grundsätzliche Unterstützung für die Sozialarbeit kam aus allen Fraktionen
Torsten Jäger (CDU) erklärte, man wolle die Angebote „nicht nur beibehalten, sondern ausbauen“. Gleichzeitig sprach er sich dafür aus, der Verwaltung Zeit für die Erarbeitung eines Konzeptes zu geben. Auch die Grünen machten deutlich, dass die Arbeit auf dem Hackenberg fortgesetzt werden müsse. Fraktionsvorsitzende Birgit Gauer sagte: „Wir sind generell dafür, dass das da oben so bleibt“, mahnte aber zugleich an, mögliche Alternativen zum bisherigen Gebäude mitzudenken. Ähnlich argumentierte CDU-Fraktionsvorsitzender Ralf Siepermann. Für ihn sei entscheidend, dass die Sozialarbeit erhalten bleibe. Ob dies im bisherigen Gebäude oder an einem anderen Standort geschehe, müsse das Konzept der Verwaltung zeigen.
Der Fraktionsvorsitzende der AfD, Wolfgang Lenz, sprach von einer „Institution“, die nicht einfach aufgegeben werden dürfe. Er warnte davor, dass ein Umzug langfristig negative Folgen für die Sozialarbeit auf dem Hackenberg haben könnte.
Die SPD hält ausdrücklich am bisherigen Standort fest. Grütz erklärte, die Verwaltung müsse zunächst zeigen, dass es eine Alternative gebe, die den bisherigen Standort tatsächlich übertreffe.
Der Bürgermeister bezeichnete den Antrag schließlich als überflüssig, da die Verwaltung bereits an den geforderten Konzepten arbeite. Auf Antrag wurde das Thema daher zur weiteren Beratung in den zuständigen Fachausschuss verwiesen.
Der Rat folgte diesem Vorschlag mit deutlicher Mehrheit. Für die Verweisung stimmten 27 Ratsmitglieder, sechs votierten dagegen, zwei enthielten sich. Damit wird die Diskussion über die Zukunft der Begegnungsstätte Hackenberg voraussichtlich im September im SSSKI fortgesetzt.
