Engel-MuseumErzengel Michael ist aus Bayern nach Engelskirchen gekommen

Lesezeit 2 Minuten
Der neuer Engel steht im Engel-Museum in Engelskirchen.

Diesen Erzengel Michael aus dem 18. Jahrhundert ersteigerte das Engelskirchener Museum aus der Gruber-Sammlung. Jetzt ist er in der Ausstellung zu sehen.

Mit der Figur des Erzengels Michael, die im 18. Jahrhundert geschaffen wurde, zeigt das Engel-Museum in Engelskirchen jetzt ein weiteres Highlight.  

Die Winterpause des ersten Deutschen Engel-Museums in Engelskirchen ist vorbei, ab sofort gelten wieder die üblichen Öffnungszeiten. Die Liste der ganz besonderen Ausstellungsstücke ist über den Jahreswechsel um ein weiteres Highlight gewachsen. „Im Winter konnte das Engel-Museum die Figur des Erzengels Michael, ein wertvolles Stück aus dem 18. Jahrhundert, in einer Auktion ersteigern“, teilt das Museum mit.

Der Engel stammt aus dem Nachlass von Gertraud Gruber, die über 100-jährig in Bayern verstarb. Gertraud Gruber ist unter anderem dafür bekannt, dass sie im Jahr 1955 in der Gemeinde Rottach-Egern, die an den Tegernsee grenzt, die erste Schönheitsfarm in Europa. Es wurde zu einer beliebten Adresse für Prominente.

Vorreiterin der Wellnessbewegung

Gleichzeitig entwickelte Gruber eine Kosmetiklinie, die sie unter ihrem eigenen Namen vertrieb. Sie galt zudem als Vorreiterin der Wellnessbewegung. Gruber, die tief im Glauben verwurzelt war, gründete zusammen mit ihrem Ehemann eine Stiftung, die unter anderem Hospizarbeit und Tierschutz förderte, berichtet jetzt das Engel-Museum. Das Ehepaar sammelte Antiquitäten aus dem bayerischen Raum. Es war Gertraud Grubers letzter Wille, dass dieser wertvolle „Hausrat“ zugunsten ihrer Stiftung versteigert wird.

Für das Museum ist der Erzengel Michael aus dem 18. Jahrhundert eine willkommene Ergänzung der Sammlung, seine Herkunft erinnere an diese großartige Unternehmerin und ihre außergewöhnliche Lebensleistung. „Für unsere Besucher ist es immer wieder spannend, wenn sich um einzelne Exponate solche kleinen Geschichten ranken“, wird Beate Gatzsch, Kuratorin des Engel-Museums, in der Mitteilung zitiert.

Das vollständig ehrenamtlich geführte Museum stemmt seine laufenden Kosten unter anderem durch den Verkauf des bekannten „Original-Engelskirchener Engels“. Nun wurde eine Schmuckserie von Anhängern aufgelegt, die sich besonders als Geschenk für Kommunionkinder, zur Firmung oder Konfirmation eignen, teilt das Museum mit. Details dazu finden sich auf der Internetseite des Museums.


Das Engel-Museum kann jetzt wieder zu den üblichen Öffnungszeiten besucht werden, nämlich donnerstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie dienstags und mittwochs von 10 bis 13 Uhr. Über die Osterfeiertage bleibe das ehrenamtlich geführte Museum geschlossen.

Rundschau abonnieren