Dieringhausen – Mit Hinblick auf den immer größeren Ärztemangel auch im Aggerraum hat sich der Verein Mobiles Aggertal mit einem offenen Brief an Gummersbachs Bürgermeister Frank Helmenstein und Oberbergs Landrat Jochen Hagt gewandt.
Hintergrund dieser Aktion ist, dass sich immer mehr Menschen an das Mobile Aggertal wenden, die in Dieringhausen und Vollmerhausen keinen Hausarzt finden können. Viele Praxen haben den Betrieb eingestellt. „Wenn die Leute dann anderswo, etwa in Gummersbach, Niederseßmar oder Ründeroth, einen Arzt finden, der sie überhaupt noch annimmt, dann haben viele ein Problem dort hin zu kommen“, heißt es in dem Schreiben.
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Das gelte vor allem für ganz alte Menschen und solche mit Behinderung, die eine Fahrt mit dem Bus nicht alleine bewältigen können. Ein Taxi sei nur für die wenigsten erschwinglich. „Wir können diese Fahrten nicht durchführen, denn wir sind sehr gut mit den – manchmal extremen – Kurzstrecken unseres Wirkungsbereiches ausgelastet“, schreibt der Verein. Zeitaufwendigere „Fernstrecken“ seien schlicht nicht darstellbar. Das gelte leider auch für Fahrten zum Krankenhaus.
„Der Brief des Vorstandes soll dem Bürgermeister und dem Landrat als Unterstützung dienen, wenn die sich um die Ansiedlung von Arztpraxen bemühen. Es soll deutlich machen, dass die Situation längst schon zu einer Notlage geworden ist“, heißt es zudem.



