Nach dem Remis gegen Melsungen wartet in Berlin die nächste schwere Aufgabe auf den VfL Gummersbach.
Handball-BundesligaVfL Gummersbach will den Füchsen das Tempo nehmen

Mit einer stabilen Abwehr, wie hier gegen Melsungen, wollen die Oberberger auch ohne den verletzten Tom Kiesler in der Hauptstadt punkten.
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Das anspruchsvolle Auftaktprogramm des VfL Gummersbach geht in die nächste Runde. Nach dem 31:31-Unentschieden gegen die MT Melsungen wartet am Sonntag, 13. September, bereits der nächste Gegner aus der Spitzengruppe. Um 18 Uhr tritt der VfL in der Max-Schmeling-Halle bei den Füchsen Berlin an.
„Das Spiel könnte kaum ein größerer Kontrast zu dem Spiel gegen Melsungen sein“, sagt VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson. Berlin spiele mit einer hohen Ballgeschwindigkeit, sei extrem ballsicher und abschlussstark. Erst am Donnerstag gewannen die Füchse in einem temporeichen Spiel zum Auftakt der Champions League mit 44:33 bei Partizan Belgrad.
Ballverluste werden sofort bestraft
Genau das will der VfL am Sonntag möglichst verhindern. „Der Schlüssel gegen diese Mannschaft ist es, keine oder sehr wenige Fehler zu machen und sie nicht in ihr Tempospiel kommen zu lassen“, sagt der Isländer. Gerade die eigenen Ballverluste waren beim Remis gegen Melsungen ein Ärgernis. Dreimal habe seine Mannschaft beispielsweise einen Pass auf die Außenposition ins Aus gespielt. Das seien keine erzwungenen Fehler durch die gegnerische Abwehr gewesen. Auf diesem Niveau würden solche Situationen unmittelbar bestraft.
Dass mit Berlin erneut eine große Herausforderung wartet, steht für Sigurdsson außer Frage. Trotz der personellen Veränderungen im Sommer zählt er die Füchse weiterhin zu den besten Mannschaften Europas. Matthes Langhoff habe den Abgang von Lasse Andersson bislang hervorragend aufgefangen, Tobias Grondahl übernehme auf der Mitte viel Verantwortung und mit Mathias Gidsel spiele dort für Sigurdsson „der beste Handballer der Welt“. Dazu kommt die Heimstärke der Berliner.
VfL sieht noch Luft nach oben
Für den VfL ist es nach Magdeburg, den Rhein-Neckar Löwen und Melsungen bereits die vierte anspruchsvolle Aufgabe zum Saisonstart. „Es gibt auch einfachere Gegner in der Liga, auch wenn nicht viele“, sagt Sigurdsson. Gleichzeitig könne seine Mannschaft nach den ersten Spielen deutlich besser einschätzen, wo sie stehe. Vor allem defensiv sieht der Trainer gute Ansätze. Ellidi Vidarsson und Kristjan Horzen haben den Ausfall von Tom Kiesler im Innenblock bislang aufgefangen, auch wenn dessen Fehlen gegen Melsungen durchaus zu spüren gewesen sei.
Zufrieden ist Sigurdsson auch mit der Entwicklung von Nikola Roganović. Der 20-Jährige erzielte gegen Melsungen 15 Treffer und zwischenzeitlich neun Gummersbacher Tore in Folge. Wichtiger als diese Zahlen ist dem Trainer allerdings, wie der junge Schwede damit umgeht. „Er ist ein sehr ehrgeiziger und guter Handballer.“
Insgesamt sieht Sigurdsson seine Mannschaft noch längst nicht am Ende ihrer Möglichkeiten. Im Training erkenne er weiterhin viel Potenzial. „Und wir kratzen an diesem Potenzial.“ In Berlin wäre ein guter Zeitpunkt, etwas mehr davon freizusetzen. „Wir wollen uns mit den Besten messen. Es wäre richtig cool, wenn wir gegen einen sehr starken Gegner auswärts punkten können.“
Personell fehlen weiterhin Tom Kiesler aufgrund seiner Knieverletzung und Teitur Einarsson. Hinter dem Einsatz von Alex Dujshebaev steht noch ein Fragezeichen. Er hatte im Spiel gegen Melsungen erneut Probleme am Oberschenkel.
Abenteuerwerkstatt
Abseits des Handballfelds waren VfL-Spieler und -Mitarbeiter am Montag in Bergneustadt-Hackenberg bei einem Aktionstag in der Abenteuerwerkstatt im Einsatz . Auch die beiden VfL-Profis Lukas Blohme und Bertram Obling waren dabei. Gemeinsam wurden unter anderem alte Tische und Stühle aufgearbeitet, Außenbänke abgeschliffen und neu lasiert sowie ein Gruppenraum vorbereitet. Für die Waldtagesgruppe entstanden außerdem ein Hochbeet und ein Holzunterstand. Die Einrichtung ist seit 2005 in den Bereichen Jugendhilfe, Erlebnispädagogik und Fortbildung tätig.
Ein Teil der Arbeiten diente der Vorbereitung auf den 18. September. An diesem Tag feiert die Abenteuerwerkstatt ihr 21-jähriges Bestehen sowie die offizielle Eröffnung ihres heutigen Standorts am Hackenberg. Von 15 bis 18 Uhr ist am genannten Datum eine öffentliche Feier zum Weltkindertag geplant.
