Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen wie in dieser Jahreszeit üblich. Die Quote liegt in Oberberg aber noch unter dem bundesweiten Niveau.
ArbeitsmarktOberbergische Unternehmen suchen weiterhin Fachkräfte

Berufswahlparcours an der Bielsteiner Sekundarschule: Auch Spätentschlossene haben noch Chancen auf eine Lehrstelle.
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Die Arbeitslosigkeit ist auch in Oberberg gestiegen, meldet die Agentur für Arbeit. Geschäftsführer Pascal Sahlmen führt das vor allem auf den „saisonalen Effekt“ zurück: „Viele junge Menschen melden sich nach dem Ende ihrer Ausbildung zunächst arbeitslos.“ Deren Aussichten auf eine neue Stelle seien aber gut: „Erfahrungsgemäß finden sie zum Herbst eine neue Stelle. Unternehmen suchen weiterhin Fachkräfte, sodass sich für Berufseinsteigende viele Chancen eröffnen, auch wenn die Zahl der gemeldeten Stellen unter dem Vorjahresniveau liegt.“
8864 Menschen waren im August arbeitslos gemeldet, 135 Personen mehr (1,5 Prozent) als im Juli und 271 Personen (3,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr, berichtet die zuständige Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach. Die Arbeitslosenquote betrug damit im Kreisgebiet 5,8 Prozent und lag mit 0,1 Prozent über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr waren es 5,6 Prozent.
Oberberg besser als der Durchschnitt
Im überregionalen Vergleich schneidet Oberberg damit etwas besser ab: Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell bundesweit 6,4 Prozent, in Nordrhein-Westfalen 8,0 Prozent und im benachbarten Kreis Rhein-Berg 6,4 Prozent.
Mit Blick auf die drei oberbergischen Geschäftsstellen meldet die Arbeitsagentur für den Bezirk Gummersbach eine Quote von 6,0 Prozent, für Wipperfürth 5,8 Prozent und für Waldbröl 5,4 Prozent.
Auch die Zahl der freien Stellen geht zurück, es gibt aber noch welche: 395 Stellen wurden im August neu gemeldet (60 weniger als im Vormonat und 156 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 1988 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Agentur-Geschäftsführer Sahlmen weist darauf hin, dass auch viele Lehrstellen noch zu vergeben sind, obwohl das Ausbildungsjahr schon läuft, und spricht von „guten Chancen für Spätentschlossene“. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agentur würden dabei helfen, im vielfältigen Angebot das Richtige zu entdecken.
Die regionalen Unternehmen haben bisher 1470 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet, das sind 164 Stellen (zehn Prozent) weniger als vor einem Jahr. Noch zu haben sind aktuell 402 Ausbildungs- und duale Studienplätze. Im Oberbergischen Kreis sind zugleich 430 Bewerberinnen und Bewerber noch nicht vermittelt. Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 114 Bewerberinnen und Bewerber.