Im Jubilate-Forum Lindlar ist eine Ausstellung mit Arbeiten der Künstlerin Wally Althoff zu sehen. Die Vernissage war gut besucht.
AusstellungDas Jubilate-Forum Lindlar zeigt Bilder von Wally Althoff

Die in Lindlar geborene Künstlerin Wally Althoff vor einem ihrer Werke.
Copyright: Wolfgang Weitzdörfer
In gewisser Weise haben sich zwei gefunden, die sehr gut zusammenpassen. Da ist auf der einen Seite das Jubilate-Forum der Evangelischen Kirchengemeinde Lindlar, das mit seinen hohen Wänden und dem hellen Raumklima durch die vielen Glasfronten sehr luftig wirkt. Und auf der anderen Seite sind da die Bilder der in Lindlar geborenen Künstlerin Wally Althoff, die nicht ohne Grund unter dem Ausstellungstitel „Leichtigkeit und Transparenz“ zusammengefasst sind.
Es ist Wally Althoffs zweite Ausstellung in ihrer Heimatgemeinde, die am Freitagabend mit Musik von Laia Genc, der Chorleiterin und Organistin der Kirchengemeinde, am Klavier eröffnet worden ist. Bereits im vergangenen Jahr sind Bilder der Künstlerin in Lindlar zu sehen gewesen, damals im Rathaus. Nun gibt es bis zum 25. Februar 2027 also weitere kleinere, vor allem aber großformatige Werke der Künstlerin zu sehen, die mittlerweile in Krefeld-Uerdingen lebt, arbeitet, imkert und zudem Workshops zu unterschiedlichen Themen anbietet.
Die Künstlerin stammt aus Lindlar, lebt heute aber in Uerdingen
Die Vernissage eröffnete Heiner Stein und berichtete davon, wie die Kunst nach und nach zum Lebensmittelpunkt der gebürtigen Lindlarerin wurde. „Es ist die Verbindung von Kunst und Natur, die sie prägen, nach ihrem Studium in Düsseldorf ging es an den Niederrhein. Dort arbeitet Wally Althoff in ihrem eigenen ,Atelier mit Rheinblick'“, sagte er. Die Bilder werden mit Gouache-Farben geschaffen, einer sehr stark deckenden Farbart, die aber zugleich wie Wasserfarben mit Wasser schnell wieder angelöst werden können, wodurch besondere Effekte entstehen könne, die nicht zuletzt für diesen leichten und luftigen Eindruck sorgen.
Es ist nicht die erste Ausstellung für Wally Althoff, keineswegs. „Alleine in den kommenden Monaten folgen noch vier weitere“, verriet sie. Zu entdecken gibt es eine Vielzahl an ganz abstrakten Kunstwerken, die allesamt vor allem vom Spiel der Farben und der abstrakten Form der Bildsprache leben. Auch die Künstlerin selbst gab am Freitag Einblicke in ihre Arbeit. Sie erzählte etwa, dass Bilder eine ganze Menge Vorarbeit brauchen sowie Krisen oder Entwicklungs- und Bildungsprozesse, um dann zu dem zu werden, was sie am Ende sind. „Es gilt: je einfacher ein Bild aussieht, umso schwieriger war seine Entstehung, das gilt praktisch immer“, sagte sie schmunzelnd.
Davon berichtete sie in ihrer sehr sympathischen Art, die auch beim sehr zahlreich erschienenen Publikum sehr gut ankam. Darüber, dass an die 50 Gäste zur Vernissage gekommen waren, zeigte sich die Künstlerin sehr erfreut. „Ich bin so positiv überrascht, dass Lindlar so kunstinteressiert ist“, so Wally Althoff. Die Ausstellung „Leichtigkeit und Transparenz“ ist noch bis zum 25. Februar 2027 zu den regulären Öffnungszeiten des Jubilate-Forums, Auf dem Korb, in Lindlar und darüber hinaus auch nach Absprache zu sehen.
