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Feuerwehr Zwei neue Fahrzeuge für den Kampf gegen Waldbrände

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Das Foto zeigt das neue Löschfahrzeug mit zwei Wasserwerfern.

Die beiden Wasserwerfer des neuen Löschfahrzeuges in Aktion.

Neues Tanklöschfahrzeug und ein Utility-Task-Vehicle sollen  beim Kampf gegen Waldbrände helfen. Die Fahrzeuge werden in Marienheide stationiert.

 „Wir stehen hier an einem Ort, wo es im vorigen Frühling in unmittelbarer Nähe einen großen Waldbrand gegeben hat“, sagte Landrat Klaus Grotens bei der Übergabe eines Neuen Waldbrand-Tanklöschfahrzeugs (TLF) und eines Utility-Task-Vehicle (UTV) im Wald bei der Lindlarer Ortschaft Remshagen.

Ende März waren bei Eichholz in schwierigem Gelände drei Hektar Wald Opfer der Flammen geworden. Zwei Wochen später brannte ein knapper Hektar Wald bei Overath-Brombach, dicht hinter der Kreisgrenze, wo nicht nur Löschzüge aus dem gesamten Bergischen, sondern auch aus Lindlar, Engelskirchen, Wiehl und Gummersbach im Einsatz waren.

Waldbrand auf dem Hömerich gab den Ausschlag

„In den Zeiten des Klimawandels werden die Gefahren immer größer“, betonte der Landrat. Er erinnerte auch an den verheerenden Brand auf dem Hömerich 2020 in Gummersbach. Dieser habe auch den Anstoß für die Beschaffung der Fahrzeuge gegeben. Zwar seien grundsätzlich die Kommunen für den Brandschutz zuständig, doch mache es wenig Sinn, wenn jede einzelne Spezialfahrzeuge vorhalten müsse: „Der Kreis ist verantwortlich für überörtliche Bedarfe und den Katastrophenschutz.“ Er dankte der Einheit Marienheide und ihrem Leiter Frank Hartkopf für die Bereitschaft, die Fahrzeuge dort stationieren zu können und überreichte den symbolischen Zündschlüssel für das TLF.

Kreisbrandmeister Julian Seeger beschrieb das Tandem als Gesamtkonzept gegen Vegetationsbrände. Gekostet hat es insgesamt 615.000 Euro (550.000 TLF, 65.000 UTV). So sei das allradgetriebene TLF mit Spezialreifen und einem 4600 Liter großen Wassertank ausgestattet.

Ausgerüstet mit zwei Wasserwerfern

Die Wasserwerfer an der Front und auf dem Dach können auch während der Fahrt bedient werden. Ausgestattet ist es weiterhin mit einem Schaummitteltank und einer Selbstbergewinde. An Material sind neben D-Schläuchen und Strahlrohren auch Waldbrandrucksäcke sowie Waldbrandwerkzeug und spezielle Schutzkleidung mit an Bord.

Das UTV – im Prinzip ein großes Quad – ist zur Unterstützung bei den Einsätzen vorgesehen. Es dient sowohl der Erkundung in unwegsamem Gelände wie auch dem Materialtransport zu den Einsatzkräften. Diese können an dem Tank auf dem UTV auch ihre Löschrucksäcke nachfüllen: „Das ist ein großer Schritt zur Bekämpfung von Vegetationsbränden.“

Doch sei die Technik nur ein Teil, der andere sei Taktik und die gute Ausbildung. Daher werde derzeit ein besonderes Konzept für diese Einsatzfälle entwickelt. Transportiert wird das UTV in einem Abrollcontainer, in dem etwa weitere Löschrucksäcke, Hacken und Motorsägen verstaut sind.