40.000 Quadratmeter Wald haben gebrannt. Für die überörtliche Hilfe waren Feuerwehreinheiten aus Morsbach und Waldbröl ausgerückt. Im Einsatz ist außerdem das Waldbröler THW.
Wehren aus Oberberg im EinsatzGroßer Waldbrand bei Friesenhagen nahe Morsbach ist gelöscht

Zahlreiche Einsatzkräfte sind wegen eines Waldbrandes bei Friesenhagen im Einsatz.
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Update 2. Mai: Waldbrand in Kappenstein nahe Morsbach ist unter Kontrolle
Der Waldbrand westlich der Friesenhagener Ortschaft Kappenstein – nur einen Steinwurf von der nordrhein-westfälischen Grenze entfernt und nahe Morsbach– ist unter Kontrolle. Nachdem die Löscharbeiten in den Nachtstunden aufgrund der Gefahr für die Einsatzkräfte an den steilen Hängen reduziert wurden, sind seit den frühen Morgenstunden rund 350 Kräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Einsatzleiter Björn Jestrimsky betonte am Samstag: „Wir wollten das erste Tageslicht nutzen.“ In den meisten Fällen der über die Gesamtfläche verteilten Parzellen hat es sich um Bodenfeuer und Glutnester gehandelt. Daher war eine gezielte Arbeit mit Handwerkzeugen erforderlich.

Am Samstag wurde im Wald weiter gelöscht.
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Unter den ersteintreffenden Einsatzkräften am gestrigen Abend – etwa zeitgleich mit der Feuerwehr Friesenhagen – war der Löschzug Morsbach mit mehr als 30 Kameraden. Christian Stangier, Leiter der Morsbacher Feuerwehr, berichtete, dass zu diesem Zeitpunkt die Einsatzstelle noch nicht genau lokalisiert war. Danach aber hätte die Truppe mitten im Wald an vorderster Front mit den Flammen gekämpft. Erschöpft wurden die Morsbacher gegen Mitternacht abgelöst. Daher sei auch der für den Samstag angesetzte Übungstag in Wiehl-Brächen abgesagt worden, so Stangier.
Daniel Plötz, Zugführer des Waldbröler Löschzugs 1, sagte, dass die Feuerwehr der Marktstadt die Brandbekämpfung mit ihrem geländegängigen Tatra seit 21 Uhr unterstützt habe und mit dem Wasserwerfer in die Rückegassen gefahren sei. „Ich bin begeistert, wie sich dieses Fahrzeug bei solchen Einsätzen bewährt“, schilderte Plötz. Anschließend sei es bis Samstagmorgen gegen 8 Uhr für den Wassertransport von der Firma Alho auf die Hügelkuppe eingesetzt worden: „Insgesamt haben wir mehr als 70.000 Liter Wasser auf den Berg gebracht.“
Insgesamt haben wir mehr als 70.000 Liter Wasser auf den Berg gebracht.
Aus Waldbröl ist auch das Technische Hilfswerk angerückt. Florian Krebs, Leiter des Ortsverbands, erklärte, dass die Gruppe mit 12 Kräften seit 5 Uhr am Samstagmorgen zum Wassertransport mit ihren beiden 5000-Liter-Behältern im Einsatz sei. Die Anforderung von der Regionalstelle Olpe-Drolshagen hätte er kurz nach Mitternacht erhalten. Zusätzlich sei der Unimog mit Waldbrandcontainer, 2000-Liter-Tank und Schnellangriffsvorrichtung vor Ort.
Seitens der Pressestelle der Technischen Einsatzleitung vom Landkreis Altenkirchen hieß es am Samstagvormittag, dass die 350 der am Vormittag aktiven Einsatzkräfte am frühen Nachmittag noch einmal komplett abgelöst werden. Vermutlich sei der Einsatz am Abend abgeschlossen.
1. Mai: Bei Friesenhagen nahe Morsbach brennen 30.000 Quadratmeter Wald
Seit Freitagnachmittag, 1. Mai, gegen 16 Uhr sind zahlreiche Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren - auch aus Oberberg – im Wald nahe des Friesenhagener Ortsteils Kappenstein im Landkreis Altenkirchen im Einsatz. Kurz hinter der rheinland-pfälzischen Grenze bei der Morsbacher Ortschaft Lützelseifen brennt nach ersten Erkenntnissen der Wald auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern. „Tendenz steigend“, sagte Björn Jestrimsky, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Altenkirchen, nach der Rückkehr von einer Inspektionsrunde gegen Mitternacht.
„Beim Eintreffen hat eine riesige Rauchsäule über dem Wald gestanden“, schilderte der Einsatzleiter. Vorwiegend Nadelwald und Totholz habe gebrannt. Die Ursache sei noch völlig unklar. Problematisch sei das äußerst schwierige Gelände mit kaum Zuwegungen. Von großem Vorteil sei der Einsatz eines Polizeihubschraubers gewesen, der mir einem Bambi-Bucket gelöscht hat. Am Abend seien rund 180 Einsatzkräfte im Wald gewesen, weitere stehen in Bereitschaft auf dem Firmenglände der Firma Alho. Allerdings habe die Zahl der Kräfte in der Dunkelheit reduziert werden müssen, um die Feuerwehrleute nicht zu gefährden. Erschwerend sei der auffrischende Wind, der die Flammen immer neu entfache.
Jestrimsky schilderte, dass die Nachtwache vom Rhein-Sieg-Kreis übernommen werde. Auch während der Nacht sei eine Drohnenstaffel mit Wärmebildkameras im Einsatz, um das Gebiet zu kontrollieren. Er kündigte an, dass am frühen Morgen die Brandbekämpfung intensiviert werde: „Wir müssen praktisch den ganzen Boden umdrehen.“
Für die überörtliche Hilfe sind nach aktuellen Erkenntnissen auch oberbergische Feuerwehreinheiten aus Morsbach und Waldbröl nach Friesenhagen nahe der Grenze zu Morsbach ausgerückt. Einheiten aus dem ganzen Landkreis Altenkirchen von Friesenhagen über Betzdorf bis Altenkirchen sind zudem im Einsatz, immer wieder waren weitere Wehren vor Ort angekommen, zuletzt aus Windeck und Eitorf aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Daneben sind auch das DRK und das THW im Einsatz. Die Landesstraße 278 ist in dem betroffenen Abschnitt in Steeg für den Verkehr gesperrt.
