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Naturschutz ohne StressMorsbacher Ehepaar schafft Biotop für Insekten und Pflanzen

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Manfred Schausten und seine Ehefrau Edith haben aus einer eher tristen Böschung einen Tummelplatz für Bienen, Hummeln und andere Insekten geschaffen.

Morsbach – Mit einer Böschung, auf der verschiedenste Gewächse blühen und Insekten sich in Büschen und auf toten Holzstücken tummeln, wollen Edith und Manfred Schausten zeigen, wie Naturschutz schnell umgesetzt werden kann. Da die von ihnen gepflanzten Blumen pflegeleicht und winterfest sind und nach dem Einpflanzen nur selten gegossen oder gejätet werden müssen, bedeutet die erweiterte Gartenfläche wenig zusätzliche Arbeit.

Als das Paar mit den grünen Daumen vor sechs Jahren auf den Heiderberg nach Morsbach zog, schaute es aus dem Küchenfenster auf eine schlichte Grasböschung. Die Idee für die Umgestaltung kam, als Brombeerbüsche auf der dahinterliegenden Weide entfernt wurden. „Den Bienen fehlte etwas. Das war der Hauptgrund für die Böschung“, erklärt Manfred Schausten.

Berufssoldat und Verkäuferin in Pension

Er und seine Frau trugen die Grasnarbe ab und pflanzten zunächst Gewächse, die im eigenen Garten überflüssig waren. Freunde, Bekannte und Nachbarn spendeten ebenfalls Saatgut, sodass kein Geld ausgegeben werden musste. Heute finden sich auf der Böschung Margeriten, Rhododendren, weiße Spiersträucher, Kräuter, Lavendel und ein Weinstock – ebenso wie Bienen und Hummeln.

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Der pensionierte Berufssoldat und die pensionierte Verkäuferin wandern gern und lassen sich von der Natur in Sachen Artenvielfalt inspirieren. Wenn sie etwas sehen, was sie noch nicht kennen, nehmen sie etwas für die Böschung mit. Von der jüngsten Kreta-Reise brachte das Ehepaar Klatschmohnsamen mit. Rote Mohnblüten zeigten sich bereits, auf die besonderen gelben Mohnblumen, die auf der Insel wachsen, hoffen die Schaustens noch.

Insektenhotel und Minibiotop sollen folgen

Mit dem eigentlichen Pächter der Wiese ist die Aktion abgesprochen. Er habe sich sehr kooperativ gezeigt und sogar erlaubt, ein Stück des Zauns abzumontieren. Eine Erweiterung der Böschung ist jedoch nicht geplant. In den kommenden zwei bis drei Jahren soll die vorhandene Fläche erst mal vollgepflanzt werden. Nach dem Sommer hat das Ehepaar Schausten bereits geplant, Naturheide und die selbstgezüchtete Morsbacher Rose der Nachbarin Monika Schuller zu setzen.

Auch ein Insektenhotel und Minibiotop für Libellen sollen folgen. „Wir reden nicht nur, wir machen auch“, sagt der 74-Jährige. Die Böschung soll eine Anregung für Andere sein und ein Beispiel dafür, dass Lebensraum für Insekten ohne Geld, nur mit eigenem Engagement, geschaffen und so die Natur geschützt werden kann.