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OldtimerÜber 100 alte Autos starteten in Nümbrecht zur Ausfahrt

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Das Foto zeigt zwei Teilnehmer in stilechter Kleidung mit dem ältesten Fahrzeug (1934) im Teilnehmerfeld und dem Originalkennzeichen.

Andreas (r.) und Matthias Hüschemenger in stilechter Kleidung mit dem ältesten Fahrzeug (1934) im Teilnehmerfeld und dem Originalkennzeichen.

Über 100 Teilnehmer gingen am Pfingstsonntag bei der Odtimerausfahrt "Rund um Nümbrecht" an den Start. Darunter waren auch einige ganz seltene  Wagen.

Zum 17. Mal startete am Pfingstsonntag die Oldtimerausfahrt „Rund um Nümbrecht“ des MSC Nümbrecht zu einer Erkundungstour durch das Oberbergische. Bei optimalem Sommerwetter schickten Fahrtleiter Jürgen Kohlmann und die Vereinskollegin Monika Schmidt die 108 Teilnehmer beim Säulenbrunnen am Eingang des Kurparks in der Schlossgemeinde pünktlich ab 9.31 Uhr im Minutentakt auf die Strecke.

Voraussetzung war ein Fahrzeugalter von mindestens 20 Jahren. Rallye-Neulinge hatten die Möglichkeit, sich zuvor mit den Kniffligkeiten einer solchen Ausfahrt vertraut zu machen. Vor dem Start konnten sich die Zuschauer auf dem Parkplatz neben dem Kurpark ein Bild machen und die historischen Fahrzeuge bestaunen.

Im Minutentakt ging es auf die Strecke

Stolz präsentierten der Gummersbacher Peter Küpper und sein Beifahrer Bernd Hass ein Mercedes-Benz E320 Cabrio von 1995 mit einem Hubraum von 3,2 Litern und 220 PS. Küpper schilderte, dass er das Fahrzeug erst im Januar in Hannover abgeholt hatte und nahezu nichts daran zu machen brauchte. Obwohl mehr als drei Jahrzehnte alt, ist der Wagen erst 79.000 Kilometer gelaufen. Küpper erzählte, dass die Baureihe W124 eigentlich schon 1993 eingestellt worden sei: „Aber als Cabrio wurden Fahrzeuge bis 1998 gebaut – Mercedes hatte einfach nichts Besseres.“ 

Ein absoluter Hingucker war der Fiat 508 B Balila von Andreas Hüschemenger aus dem Jahr 1934. Stilvoll im Vorkriegsoutfit gekleidet, ging er mit seinem Bruder Matthias auf Tour. Der Besitzer berichtete, dass das älteste Fahrzeug im Starterfeld ein Lizenznachbau von Simca sei: „Das war praktisch der Vorkriegskäfer.“ Sein Bruder hatte die technischen Daten parat: „Vier Zylinder in Reihe, 988 Kubikzentimeter Hubraum und 24 PS.“

Ein absoluter Hingucker

Andreas Hüschemenger verriet mit einem Schmunzeln, wie er an den Wagen gekommen ist: Ursprünglich hatte ein Nachbar das Fahrzeug in seiner Scheune unterstellen wollen, doch da habe seine Frau gesagt: „Das geht nicht, der gehört in unsere Garage.“

Wie aus dem Ei gepellt wirkte ein VW Bulli T1 Samba von 1974. Der rundum verglaste Wagen hat eine Besonderheit: Die geteilte Frontscheibe lässt sich nach oben ausstellen. Der Wiehler Markus Lünsmann erläutert: „Das sind Safari-Fenster.“ Der Wagen sei bereits seit fünf Jahren im Besitz der Familie: „Wir haben vier Jahre gebraucht, um ihn zu restaurieren.“

Mehr als eine Million Kilometer auf dem Rücken - mit dem ersten Motor.

Das Büschen hat bereits mehr als eine Million Kilometer auf dem Buckel: „Aber mit dem ersten Motor und dem ersten Getriebe.“ Mit seinen Kindern Mia (15) und Mano (10) unternahm er die Jungfernrallye an Pfingsten, und der Junge erklärte stolz: „Das Auto hat auch einen Namen – es heißt Catalina.“

Die Vormittagsetappe führte diesmal auf landschaftlich schönen Nebenstraßen in einem großen Bogen rund um die Wiehltalsperre – bis an die rheinland-pfälzische Grenze in der Nähe der Reichshofer Ortschaft Wildberg reichte der Kurs.

Doch bereits in Rommelsdorf auf den Parkplatz der Firma Sarstedt war die erste Sonderprüfung fällig. Rolf Steinbrügge, Peter Groß und Thomas Dornseifer erklärten den Fahrern dort, dass es das Ziel sei, aus dem Stand eine Strecke von möglichst genau acht Metern zurückzulegen und dann wieder anzuhalten: „Jeder Zentimeter Abweichung gibt Strafpunkte.“

Nach der Mittagspause im Parkhotel ging es am Nachmittag auf eine Tour rund um die Marktstadt Waldbröl, und auch dabei mussten die Teilnehmenden Sonderprüfungen absolvieren. Am Ende kamen fast alle heil am Parkhotel in der Nachbargemeinde an. „Trotz der hohen Temperaturen gab es nur zwei technisch bedingte Ausfälle“, freute sich Sportleiter Marco Wirtz.


Gewonnen haben in der Klasse „Sport“ Wolfgang Martin und Jan Sieper vom SFK Solingen, Sieger in der Kategorie „Tourensport“ wurden Volker Dick und Dieter Jokisch von der RG Oberberg, den ersten Platz bei der Touristischen Ausfahrt belegten Tami Weber und Clarissa Preuß.