FestaktOberbergs Schützenbund feiert 100-Jähriges in Bergneustadt

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Männer in grünen Uniformen tragen Fahnen in einen Saal.

Einzug in den Krawinkelsaal in Bergneustadt.

Vertreter von 32 Mitgliedsvereinen des Oberbergischen Schützenbundes feierten in Bergneustadt das Jubiläum.

Es war ein Meer aus grünen Uniformen, festlichen Kleidern und schicken Anzügen, die sich den Fahnenträgern der 32 Mitgliedsvereine im Oberbergischen Schützenbund (OSB) im Bergneustädter Krawinkelsaal bei ihrem Einzug boten.

Gäste aus Politik und Gesellschaft

Ihnen voran schritt zur feierlichen Musik des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Reichshof/Bergerhof unter der Leitung von Tobias Sünder die Fahnenabordnung des SV Hubertus Wegeringhausen, die das Bundesbanner präsentierte. Der OSB hatte zum Festkommers anlässlich seines 100-jährigen Bestehens eingeladen und im vollbesetzten Saal tummelte sich alles, was Rang und Namen hatte.

Doch bevor OSB-Präsident Klaus Büser die Anwesenden mit auf eine Reise durch die 100-jährige Geschichte des OSB, die jüngst in der rund 1200 Seiten starken Chronik „Zeitzeugen – 100 Jahre Oberbergischer Schützenbund im Fokus von Presse, Akten und Dokumenten“ aufgearbeitet worden ist, mitnahm, bedankte sich Büser zunächst beim ausrichtenden Schützenverein „Hohe Belmicke“ und bei dessen Vorsitzenden Björn Engel für die reibungslose Zusammenarbeit und die Organisation und Durchführung des Festkommers.

Anschließend begrüßte er neben dem Bundeskönigspaar Sven und Mareen Wottrich, zahlreiche amtierende Majestäten und frühere Majestäten, Ehrenmitglieder und den OSB-Ehrenrat sowie Abordnungen benachbarter Schützenbünde.

Auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen. So der stellvertretende Bürgermeister von Bergneustadt, Detlef Kämmerer, Jens-Holger Pütz, Vorsitzender des Schützenvereins Bergneustadt und Friedrich Wilke, stellvertretender Landrat des Oberbergischen Kreises, gratulierten zum 100-jährigen Bestehen.

Ehrung der Europäischen Schützen

„Dieses Jubiläum zeugt von der langjährigen erfolgreichen Arbeit des OSB. Das Schützenwesen ist ein unverzichtbarer Teil in unserer Gesellschaft“, lobte etwa Wilke und Pütz hob in seinen Worten die traditionellen Werte des Schützenwesens, den Einsatz für das Gemeinwohl und das Bewahren des Brauchtums, hervor.

Friedhelm Pausen von der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS), hatte nicht nur Grußworte im Gepäck. Unter tosendem Applaus überreichte er Klaus Büser und Horst Jaques für herausragende Verdienste um den EGS das silberne Verdienstkreuz.

Dietmar Schwirten wurde im gleichen Zuge mit dem bronzenen Verdienstkreuz geehrt. Dem Anlass entsprechend in grüner Schützentracht des SV Lindlar gekleidet, überbrachte auch der Bundestagsabgeordnete Carsten Brodesser seine Glückwünsche. „Das Schützenwesen begleitet mich bereits seit frühester Kindheit“, erzählte der Lindlarer Brodesser und ergänzte: „Meine Glückwünsche gehen an den OSB, aber auch an uns alle. An alle ehrenamtlichen Helfer die sich im Rahmen ihrer Vereinsarbeit für das Gemeinwohl einbringen.“

Weil sich die Arbeit für die Vereine in den vergangenen Jahren als immer schwieriger gestalte, habe er 2022 in Berlin den „Parlamentskreis Schützenwesen“ ins Leben gerufen, dem heute rund 50 Mitglieder angehören.

Und nochmals wurde Klaus Büser zum Rednerpult gebeten und Brodesser überreichte ihm eine Jubiläums-Schiefertafel, um die Arbeit des OSB zu würdigen. Eine weitere Auszeichnung, die Ehrenplakette des Landesschützenwesens, nahm Klaus Büser vom Nümbrechter Landtagsabgeordneten Bodo Löttgen entgegen, der auch im Namen seines Kollegen Christian Berger aus Wipperfürth gratulierte.

Und nachdem der OSB-Präsident die Geschichte des Oberbergischen Schützenbundes Revue passieren ließ – neben der Chronik wurde noch eine kürzere Jubiläumsfestschrift veröffentlicht und für die Gäste auf den Tischen verteilt – feierte die Gästeschar nach dem offiziellen Teil mit vielen Gesprächen bis in die späten Abendstunden.

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