Mit Schulhof, Bewegungsparcours und Kleinspielfeld ist in Hunsheim ein neuer Treffpunkt für Jung und Alt entstanden.
EntwicklungHunsheim präsentiert neugestaltetes Schulgelände

Markus Schürmann vom Duisburger Landschaftsplanungsbüro ST-Freiraum führte über das Gelände der Peter-von-Heydt-Grundschule.
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Das Gelände rund um den Schulhof der Peter-von-Heydt-Grundschule in der Reichshofer Ortschaft Hunsheim ist in den vergangenen Jahren umfangreich umgestaltet worden. Dabei ging es nicht nur um den Schulhof selbst, sondern auch um das angrenzende Sportgelände und um einen neuen Bewegungsparcours mit benachbarter Callisthenics-Anlage. Mit diesem für die Öffentlichkeit frei zugänglichen Areal ist ein Ort der Begegnung und ein attraktives generationenübergreifendes Spiel-, Sport- und Bewegungsangebot entstanden.
Zum 31. Tag der Architektur, den die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen seit 1996 als bundesweit größtes Architekturfestival – diesmal mit mehr als 140 Objekten – jährlich am letzten Wochenende im Juni organisiert, hat Markus Schürmann vom Duisburger Landschaftsplanungsbüro ST-Freiraum Rundgänge über das Gelände angeboten. „Es ist toll, die Möglichkeit zu haben, seine Arbeit präsentieren zu können“, sagt Schürmann als Gründer des Unternehmens, dessen Hauptschwerpunkte in NRW und Hessen liegen.
Stark sanierungsbedürftig
„Der Schulhof war sehr stark sanierungsbedürftig“, erinnert sich der Landschaftsarchitekt an den Beginn der Planungen 2019 und erklärt: „Es ist wichtig, dass die Kinder gerne zur Schule gehen.“ Der aufgebrochene Asphalt, aus dessen Ritzen früher Gras und Unkraut sprossen, hat nun einen glatten Pflasterbelag. Die beiden Ebenen des Schulhofs sind jetzt nicht nur durch eine Freitreppe verbunden, sondern auch durch einen Kletterparcours mit einem Gummifallschutz. Lilly (5), Elina (8) und Mateo (4) aus dem Nachbarort Berghausen nutzen die neue Spielstätte mit Begeisterung: „Das macht richtig Spaß.“ Die Treppe bietet zudem Möglichkeiten, dort Platz im Freien zu nehmen.
Schürmann erläutert, dass die Neugestaltung nicht am grünen Tisch entstanden ist, sondern die Detailplanung erst nach ausgiebigen Gesprächen mit Kindern und der Bevölkerung begonnen worden sei. Dabei sei auch die Bedeutung der „heißgeliebten“ Tischtennisplatte neben dem Schulgebäude deutlich geworden: „Sonst würde die heute vielleicht nicht mehr hier stehen.“
Mehr Platz für Sport und Bewegung
Auf dem benachbarten Gelände haben Tennis und Fußball die Plätze getauscht. Aus dem ehemaligen Tennisplatz ist nun ein frei zugängliches Kleinspielfeld mit Kunstrasenbelag geworden, daneben eine Tribüne mit Blick auf den großen Rasenplatz entstanden. Die ehemals sechs Tennisplätze wurden auf drei reduziert. Angrenzend an den Schulhof bietet eine Callisthenics-Anlage die Möglichkeit, sportliche Fitness nach Feierabend ganz ohne Trainingsmaschinen zu erlangen, für die Jugendlichen gibt es einen Parkour-Bereich zum Springen und Balancieren mit unterschiedlichsten Elementen. Der Architekt betont: „Das Gelände ist nicht nur für die Hunsheimer bestimmt, sondern überörtlich nutzbar.“
Die freie Zugänglichkeit sei allerdings nicht nur sinnvoll, sondern auch Voraussetzung für die Städtebauförderung im Rahmen eines Integrierten Handlungskonzeptes gewesen. Insgesamt habe das in drei Bauphasen geteilte Projekt mit einer Bauzeit von 2022 bis 2025 ein Volumen von rund 1,1 Millionen Euro gehabt. In diesem Zusammenhang unterstreicht er die hervorragende Kooperation mit der Gemeinde: „Das Engagement der Verwaltung war einfach phänomenal.“
Am Ende des Rundgangs zeigt Markus Schürmann auf dem Schulhof ebenso das neue Stelzenhaus mit einer Rutsche: „Es ist wichtig, dass die Kinder auch einen Rückzugsort haben.“
