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Wenn der Tierpark zum Atelier wirdKinder malen in Eckenhagen ihre Lieblingstiere

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Die Kinder und Anne von Hoyningen mit ihren Kunstwerken.

Mit Kreide, Pinsel, Finger und viel Farbe entstehen ganz unterschiedliche Tiermotive.

Papageien, Polarfuchs und viel Farbe: Beim Malworkshop im Affen- und Vogelpark Eckenhagen können Kinder kreativ werden.

Ein kräftig roter Papagei leuchtet auf einem der Bilder, auf einem anderen breitet ein Vogel seine gelben Flügel aus. Ein paar Plätze weiter entsteht mit Kreide ein Polarfuchs. Pinsel, Stifte und Farben liegen auf den Tischen bereit – und feste Vorgaben gibt es kaum. Beim Malworkshop im Affen- und Vogelpark Eckenhagen dürfen die jungen Teilnehmerinnen vor allem das auf Papier bringen, worauf sie selbst Lust haben.

Geleitet wird der Workshop von Anne von Hoyningen aus Osberghausen. Die 41-Jährige ist freie Künstlerin, Malerin und Pädagogin und bietet das Format mittlerweile im vierten Jahr an. Mehrmals jährlich können Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren daran teilnehmen. Möglich wird das Angebot über den Kulturrucksack NRW, ein Förderprogramm des Landes für kulturelle Bildung. Dadurch werden unter anderem Material und Eintritt für die Teilnehmer finanziert.

Angebot auch für Jungen

Bis zu zwölf Kinder können jeweils mitmachen. Dass an diesem Wochenende ausschließlich Mädchen an den Tischen sitzen, sei dabei Zufall. Das Angebot richtet sich ebenso an Jungen.

Bevor Stifte, Kreide und Pinsel zum Einsatz kommen, beginnt der Tag mit einem Rundgang durch den Tierpark. Die Gruppe lernt sich kennen, bekommt eine Führung und erfährt mehr über die verschiedenen Bewohner des Parks. Die ersten Eindrücke halten die Kinder anschließend in einem kleinen selbst gestalteten Büchlein mit Zeichnungen fest.

Von Hoyningen hat zusätzlich zahlreiche Tierbilder als Vorlagen mitgebracht. Welche davon verwendet werden und mit welchen Materialien gearbeitet wird, bleibt den Kindern überlassen. Acryl- und Wasserfarben stehen ebenso zur Verfügung wie Kreide und Bleistifte.

Die Kinder sollen gucken, wo die Lust zu haben und dass die mit Spaß dabei waren. Das ist das Wichtigste.
Anne von Hoyningen

Entscheidend sei nicht, dass am Ende jedes Bild perfekt aussieht. „Die Kinder sollen gucken, wo die Lust zu haben und dass die mit Spaß dabei waren. Das ist das Wichtigste.“ Von Hoyningen selbst arbeitet als Künstlerin vor allem abstrakt. Tiere und Landschaften begleiten sie allerdings schon seit ihrer eigenen Kindheit. Neben ihrer künstlerischen Arbeit stellt sie ihre Werke aus, hat aber auch ihre Freude am Vermitteln entdeckt. „Ich habe gemerkt, dass ich super gerne unterrichte“, sagt sie.

Wie unterschiedlich die Ergebnisse aussehen können, zeigt sich an den Tischen. Die zehnjährige Mira arbeitet mit Kreide an einem Polarfuchs. Dabei kommen nicht nur die Stifte zum Einsatz: Mit den Fingern verwischt sie die Kreide und lässt so das Fell des Tieres entstehen.

Damit ist sie nicht allein. Auch die zwölfjährige Nelly, die zum ersten Mal dabei ist, hat die Otter besonders ins Herz geschlossen, ebenso die Erdmännchen, die sie im Park beobachten konnte.

Deutlich mehr Workshop-Erfahrung bringt Paula mit. Die Zwölfjährige ist bereits zum dritten Mal dabei und arbeitet diesmal an einem großen Papagei mit ausgebreiteten Flügeln. Mit Kreide trägt sie die Farben auf und verwischt sie anschließend mit den Fingern. Dabei ist etwas Vorsicht gefragt. „Meine Finger muss ich nachher auch mal waschen“, stellt sie fest. Wer mit einem bereits farbigen Finger an die falsche Stelle komme, habe schnell ungewollte Farbflecken auf dem Bild.

Bei den jungen Künstlerinnen kommt das Konzept jedenfalls an: Sie sind sich einig, dass sie noch einmal an einem solchen Workshop teilnehmen würden. Und die nächste Gelegenheit gibt es schon bald. Am Donnerstag, 20. August, von 10 bis 16 Uhr findet der nächste Malworkshop für Zehn- bis 14-Jährige im Affen- und Vogelpark statt. Dafür sind nach Angaben von Hoyningen noch einige Plätze frei.

Auch für das kommende Jahr ist eine Fortsetzung des Angebots bereits geplant.