Zur Geschichte der Wiehler Briefmarkensammler gehört ein Ereignis von historischer Bedeutung.
BriefmarkenWiedervereinigung gelang einst in Wiehl

Dem Wiehler Sammlerverein fehlt im 61. Jahr seines Bestehens der Nachwuchs.
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Im vergangenen Jahre blickte der Wiehltaler Briefmarkensammler-Verein auf sein 60-jähriges Bestehen zurück. Mit leichter Verspätung hat jetzt Vereinsvorsitzender Ulrich Jobsky das letzte lebende Gründungsmitglied ausgezeichnet. Er überreichte Gerhard Schmidt (91) Urkunde und goldene Ehrennadel des Bundes Deutscher Philatelisten. Jobsky schreibt: „Trotz des hohen Alters ist der Geehrte immer noch sehr interessiert am Hobby Philatelie.“
Leider litten auch die Briefmarkenfreunde aus dem Wiehltal an Überalterung, bedauert der Vorsitzende, die Corona-Pandemie sei fatal gewesen für das Vereinsleben. „Leider ist der Wiehltaler Verein auf sechs Mitglieder geschrumpft.“ Auflösen will man den Verein aber nicht. „Dieses Hobby ist zu variantenreich und interessant“, schwärmt Jobsky. „Und man kann es von früher Jugend an bis ins hohe Alter betreiben.“ Er hat die Hoffnung, dass sich neue Sammlerfreunde finden, die ihr Hobby in einer Gemeinschaft betreiben wollen.
Anlässlich des 60. Vereinsgeburtstags erinnert Jobsky an glorreiche Zeiten. In den 1990er Jahren hätten die Wiehler Philatelisten mehrere Ausstellungen organisiert, die große Beachtung fanden. Der Name „Wiehlposta“ habe unter Kennern immer noch einen guten Klang.
Mit der Wiehlposta '90 sei ein historischer Vorgang verbunden, berichtet Ulrich Jobsky. Viele Philatelisten setzen bei ihren Sammlungen einen thematischen Schwerpunkt, beispielsweise Motive des Renaissance-Malers Albrecht Dürer. 1990 führte die Arbeitsgemeinschaft Dürer-Philatelisten e.V. in Wiehl ihre Jahreshauptversammlung durch. Vertreten war auch die Arbeitsgemeinschaft Dürer-Philatelisten im Kulturbund der damaligen DDR. Deren Vorsitzender erklärte in der Versammlung die Auflösung seiner Vereinigung und empfahl seinen Mitgliedern, sich den westlichen Sammlerfreunden anzuschließen.
