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Homburger StraßeWiehler Zentrum wird sicherer für Radfahrer

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Einen Straßenschild und eine leere Fahrbahn.

Der Ausbau der Homburger Straße ist nicht mit Kosten für die Anwohner verbunden, kündigt die Stadt Wiehl an.  

Stadt Wiehl plant einen umfangreichen Ausbau der Homburger Straße zwischen Rewe-Parkplatz und Kreisel an der Marienberghauser Straße.

Die Stadt Wiehl will einen Abschnitt der Homburger Straße ausbauen und für Radfahrer und Fußgänger sicherer machen. In den Jahren 2028 und 2029 soll derjenige Teil der Homburger Straße komplett erneuert werden, der südlich der Bahntrasse bis dicht an den Kreisverkehr an der Marienberghausener Straße führt. Die entsprechenden Pläne wurden nun im Bau- und Verkehrsausschuss vorgestellt und von der Politik abgesegnet.

Anlass gibt eine Kanalbaumaßnahme, wegen der die Straße ohnehin aufgerissen werden muss: In diesem Bereich der Innenstadt kam es bei Starkregen zuletzt zu Überlastungen im Kanalnetz.   Der Mischwasserkanal soll daher auf einer Länge von   320 Metern vergrößert werden. Dazu kommen weitere 40 Meter im Bereich der Waldstraße.

Wiehler Anwohner müsse keine Beiträge fürchten

Die Anwohner müssen keine Straßenbaubeiträge fürchten. Zwar wurde die Homburger Straße schon im Jahr 1979 abgerechnet und könnte nach dieser langen Nutzungsdauer und der geplanten Verbesserung nochmals umgelegt werden. So wird es eine neue Straßenbeleuchtung geben. Nach gültigem Beschluss der Landesregierung wird der Anliegeranteil aber zu 100 Prozent vom Land übernommen, teilt die Stadtverwaltung mit.

In der Beschlussvorlage aus dem Rathaus heißt es über diesen Abschnitt der Homburger Straße, dass es sich um eine „verkehrswichtige Straße zum Erreichen des Innenstadtbereichs südlich der Bahntrasse und der zentralen Versorgungszentren des Einzelhandels“ handelt. Zudem ist die Straße   Zubringer zur L 336 in Fahrtrichtung Waldbröl und Reichshof. „Der gesamte Straßenzug ist in einem schlechten Zustand und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Sicherheit, vor allem im Hinblick auf schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer.“

Verkehrsberuhigte Zone im Wiehler Zentrum

Vorgesehen ist daher an der westlichen Straßenseite ein kombinierter Rad-Gehweg. Zudem wird eine Einengung eingebaut, um eine Querung für Fußgänger zu ermöglichen. Schließlich gibt es eine kleine verkehrsberuhigte Zone zwischen der Einfahrt zum Rewe-Markt und der Straße „Zur Zäuner Hardt“, wo nur noch 20 Stundenkilometer gefahren werden darf, dort gibt es aber auch kaum Durchgangsverkehr.

Auf der westlichen Straßenseite, also bergauf in Fahrtrichtung   L 320, ist ein drei Meter breiter Rad-/Gehweg vorgesehen. Auf der anderen Straßenseite wird es weiterhin einen Gehweg mit einer Breite von höchstens 2,50 Metern geben. Allerdings müssen die Gehwege auf beiden Seiten in der engen Kurve in Höhe der Häuser Nummer 16 und 29 schmaler gestaltet werden.

Im Bereich hinter der Treppe an der Stützwand ist außerdem eine Einengung der Fahrbahn auf 3,50 Meter geplant, der Verkehr Richtung   Süden hat Vorrang. Hier müssen Fußgänger die Straße queren und im weiteren Verlauf den Rad-/Gehweg nutzen.

Auf der Fahrbahn in Fahrtrichtung bergab ist ein Schutzstreifen für Radfahrer mit einer Breite von 1,50 Metern vorgesehen. Die Radfahrer werden an der L 320 auf den Schutzstreifen auf der Fahrbahn eingefädelt.