Unser Redakteur Stefan Corssen sagt: „Die anerkannt hohe Qualität der Wipperfürther Musikschule muss erhalten bleiben.“
AusschussErhöhung der Musikschulgebühren in Wipperfürth ist eine überhastete Fehlentscheidung

Wie teuer darf der Unterricht an einer Musikschule sein?
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Die anerkannt hohe Qualität der Wipperfürther Musikschule muss erhalten bleiben – diese Überzeugung haben bislang alle Fraktionen in Wipperfürth geteilt. Doch das neue Gebührenmodell der Verwaltung, getragen von CDU und AfD, torpediert genau dies.
Das Beispiel Marienheide zeigt, wohin die Reise führt und was passiert, wenn man immer weiter an der Gebührenschraube dreht. Die Gesamtschule hat den Vertrag mit der Musikschule gekündigt. Weitere Kunden dürften bald folgen. Doch das spielte in der Ausschusssitzung keine Rolle.
Die Verwaltung hat eingeräumt, dass aktuell noch wichtige Kennzahlen fehlen. Zahlen, die als Grundlage für eine seriöse Gebührenkalkulation eigentlich unabdingbar wären. Stattdessen rechnet man sich im Rathaus künftige Mehreinnahmen schön, in der irrigen Annahme, die Schülerzahlen würden schon konstant bleiben. CDU und AfD nicken dies ab, statt kritisch nachzuhaken.
Auch für die Musikschule gilt: Sinkt die Nachfrage, wird das Angebot kleiner. Manche Instrumente werden künftig nicht mehr unterrichtet, Ensembles wie das Jugendblasorchester drohen zu verschwinden, das kulturelle Leben wird ausgedünnt. Werden auf dem Stadtfest künftig nur noch teure Coverbands spielen?
