Die Hans Hermann Voss-Stiftung baut an der Talstraße einen neuen Kindergarten für bis zu 65 Kinder. Im Sommer 2027 soll die DRK-Kita Christa Voss eröffnen.
Erster SpatenstichHier entsteht eine neue Kita in Wipperfürth

Erster Spatenstich für die DRK-Kita Christina Voss.
Copyright: Siegbert Dierke
Es soll Wipperfürths schönster und modernster Kindergarten werden, mit Platz für bis zu 65 Kinder. Am Mittwochnachmittag fand an der Talstraße der erste Spatenstich für die DRK-Kita Christa Voss statt, trotz glühender Hitze herrschte eine fröhliche Stimmung.
Geplant ist ein zweistöckiges Gebäude in Holzständerbauweise, das schon im August 2027 in Betrieb gehen soll. Vorgesehen sind vier Gruppen: Zwei von ihnen sind für bis zu zehn Kinder bis drei Jahren gedacht, zwei weitere Gruppen sollen jeweils 20 bis 25 Kinder im Alter zwischen drei Jahren bis zum Schuleintritt aufnehmen.
Gesamtkosten von 7 Millionen Euro
Auftraggeber und Bauherr ist die Hans-Hermann-Voss-Stiftung. Mit dem Kindergartenbau betritt die Stiftung Neuland. Rund sechs Millionen Euro will sie investieren, damit ist der Neubau eines der wichtigsten aktuellen Projekte. Mit dem Voss-Kindergarten will sich das Unternehmen als ein besonders familienfreundlicher Arbeitgeber präsentieren. Ein Teil der KiTa-Plätze soll für Kindern von Mitarbeitenden der Voss-Gruppe reserviert bleiben.
Als Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung hat Regine Hagen-Eck das Projekt, von der ersten Idee bis zum Beschluss und dem symbolischen ersten Spatenstich begleitet: „Gerade Investitionen in die frühkindliche Bildung sind Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft – deshalb unterstützen wir dieses Projekt aus voller Überzeugung“, sagt sie.
Deutsches Rotes Kreuz wird der Träger
Als neuer Vorstand der Stiftung begrüßt Jochen Hagt die Gäste und die leitenden Mitarbeiter der Firma Voss, darunter Geschäftsführer Thomas Röthig. Im Jahr 2024 fehlten in Wipperfürth viele Kita-Plätze. Die Stadt wollte zunächst einen weiteren eigenen Kindergarten bauen, fand aber kein Grundstück. Dann gab es erste Gespräche mit der Voss-Stiftung, 2025 entschied der Wipperfürther Rat, den Neubau mit einer Million Euro zu unterstützen. Nachdem sich mit dem Deutschen Roten Kreuz Oberberg ein Träger gefunden hatte, war der Weg frei.
Mittlerweile hat sich die Situation bei den Kindergartenplätzen in Wipperfürth wieder etwas entspannt. „Hier entsteht ein Ort, der Kindern beste Entwicklungsmöglichkeiten bietet“, freut sich Bürgermeisterin Anne Loth. „Christa Voss hätte das gefallen.“ Loth ist zuversichtlich, dass die Kita in Wipperfürth zum richtigen Zeitpunkt kommt. „Wir haben ein Neubaugebiet in Reinshagensbusch, Thier und Kreuzberg kommen auch dazu.“
Der neue Kindergarten trägt den Namen Christa Voss, der Ehefrau von Unternehmensleiter Hans Hermann Voss. Als gelernte Grafikerin unterstützte sie die Entwicklung der Firma. Da die Ehe kinderlos blieb, gründete das Paar Ende 1992 die Hans-Hermann-Voss-Stiftung und setzte sie als Erben ein. Christa Voss sollte die Stiftung noch über viele Jahre begleiten, sie starb 2022 im Alter von 89 Jahren.
