Unser Redakteur Stefan Corrsen kann in seinem Kommentar dem Patt im Ausschuss auch etwas Gutes abgewinnen.
Musikschule WipperfürthDie Gebührenschraube allein löst die Probleme nicht

Adventskonzert der Musikschule Wipperfürth in der evangelischen Kirche: Wie teuer darf dieses musikpädagogische Angebot werden?
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Das Patt bei der Frage der Gebührenerhöhung – die damit vorerst abgelehnt ist – hat eine gute Seite. Verwaltung und Politik haben so bis zur Ratssitzung am 5. Mai Zeit gewonnen, sorgfältig zu überlegen, wie es mit der städtischen Musikschule weitergehen soll.
Allen Verantwortlichen muss klar sein, dass ein ständiges Drehen an der Gebührenschraube die finanziellen Probleme nicht lösen kann. Nur zur Erinnerung: Erst Ende 2025 hatte der Wipperfürther Rat sich einstimmig und bewusst gegen eine 20-prozentige Gebührenerhöhung entschieden, sondern es bei 15 Prozent belassen. Eine zu starke Erhöhung werde zu einer Kündigungswelle führen – diese Befürchtung der Verwaltung soll jetzt nicht mehr gelten?
Die Diskussion im Ausschuss war nicht immer von Sachkenntnis geprägt. Ein Arbeitskreis, besetzt mit Fachleuten und unter Einbeziehung der Musikschule kann helfen, sinnvolle Lösungen zu finden.

