Mit dem insgesamt 350.000 Euro teuren Equipment soll die Auswirkungen des Klimawandels auf die bergische Wasserwirtschaft erforscht werden.
Regionale 2025Oberberg beteiligt sich an mobilem Wasserlabor für die Dhünn-Talsperre

Begleitet wird die künftige Forschung im Wasserlabor von der TH Köln.
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Der Oberbergische Kreis wird sich am Aufbau eines mobilen Wasserlabors an der Großen Dhünn-Talsperre beteiligen, das hat Umweltdezernent Frank Herhaus in dieser Woche im Entwicklungsausschuss des Kreistags bekanntgegeben. Das „Reallabor Dhünn“ ist ein Projekt des Vereins Aqualon, der die bergische Kompetenz rund um alles, was mit Wasser zu tun hat, bündelt und den der Oberbergische Kreis gemeinsam mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Wupperverband und anderen Akteuren der Wasserwirtschaft gegründet hat.
Oberbergs Anteil stammt aus dem Etat für Projekte der Regionale 2025
Im Dezember hat das Labor den A-Stempel im Rahmen der Regionale 2025 erhalten, nun geht es also an die Umsetzung. Angeschafft werden sollen ein Elektro-Transporter nebst Anhänger, auf dem wissenschaftliches Equipment verstaut wird. Das so entstehende Forschungsmobil soll vor allem mit seiner Mobilität punkten und flexibel im gesamten Einzugsgebiet der Dhünn zum Einsatz kommen.
Die Gesamtkosten beziffert das Kreishaus in Gummersbach auf rund 350.000 Euro. Abzüglich einer Förderquote von 80 Prozent verblieben jeweils 17.000 Euro für die beiden bergischen Landkreise und den Wupperverband. In Oberberg soll der Anteil aus Mitteln bezahlt werden, die bereits im Haushalt für Regionale-Projekte vorgesehen sind.
TH Köln wird Forschung wissenschaftlich begleiten
Die TH Köln, allen voran die Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme, wird die Laborarbeit begleiten. Ziel sind Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit der Wasserwirtschaft. Konkret soll zum Beispiel erforscht werden, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Wasserverfügbarkeit im Bergischen hat, es sollen Klimamodelle entwickelt, technische Innovationen getestet und sämtliche Ergebnisse für den Dialog von Forst- und Landwirtschaft, Industrie und Gesellschaft zum Thema Wasser genutzt werden.
Die Projektlaufzeit soll zweieinhalb Jahre betragen. Nachfragen aus Reihen der Politik nach dem Nutzen für Oberberg beruhigte Frank Herhaus mit dem Argument, dass die Zuflüsse der Dhünn im Oberbergischen entspringen und das Labor entsprechend auch hier eingesetzt werde. Kritik kam indes von Wolfgang Lenz (AfD), der in Frage stellte, ob neben dem Equipment von Agger- und Wupperverband in der Region ein zusätzliches Labor wirklich nötig sei.
