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Präsenz trotz EnergiekriseNRW-Hochschulen verpflichten sich zum Energiesparen

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Ina Brandes Lobt die Hochschulen für ihre Energiesparpläne.

Düsseldorf – Trotz der zunehmenden Energieprobleme und den Unwägbarkeiten der Pandemie streben die Hochschulen in NRW zum Winter einen normalen Lehrbetrieb an. „Es ist uns extrem wichtig, weiter in Präsenz zu bleiben. Wir merken, dass viele junge Menschen aus dem Takt geraten sind“, sagte Bernd Kriegesmann, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen, am Dienstag im Landtag.

„Damit ein Präsenzsemester möglich ist, müssen die Hochschulen selbstverständlich einen signifikanten Beitrag zum Energiesparen leisten“, sagte NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU). Unis und Fachhochschulen sowie die Musik- und Kunsthochschulen hätten sich gegenüber dem Land freiwillig dazu verpflichtet, ihren Gasverbrauch im Winter um mindestens 20 Prozent zu senken. Dies sei ein „starkes Signal gesellschaftlicher Solidarität“, so Brandes.

Die Raumtemperatur wird daher, wo es möglich ist, um zwei auf 19 Grad gesenkt. „Das allein ermöglicht schon eine Einsparung in Höhe von rund 15 Prozent“, so Johannes Wessels, Chef der Landesrektorenkonferenz der Universitäten. Hinzu kommen Sparmaßnahmen bei der Belüftung, energieeffiziente Leuchtmittel, der Verzicht auf Warmwasser und die Einschränkung von Öffnungszeiten, zum Beispiel in Bibliotheken.

Der Spagat zwischen Energiesparen und Infektionsschutz dürfte Unis und FHs allerdings vor Probleme stellen, obwohl die Pandemielage laut Ministerin Brandes derzeit keinen Grund dazu gebe, an einem Präsenzsemester zu zweifeln. Thomas Grosse, Chef der Rektorenkonferenz der Musik- und Kunsthochschulen, gab zu bedenken: „Ich kann nicht einen Hörsaal auf Abluft stellen, um Viren aus dem Raum zu befördern, und gleichzeitig Energie sparen.“

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Sorgen macht den Hochschulrektoren die sinkende Nachfrage nach naturwissenschaftlichen und technischen Fächern sowie die hohe Zahl der Studienabbrecher in diesen Disziplinen. Die Zahl der Studierenden in NRW sinkt zum Wintersemester 2022/ 23 leicht um 1,5 Prozent auf 745000. Mit rund 87000 gibt es auch 2,6 Prozent weniger Erstsemester. Dieser Trend sei zum Teil auf Spätfolgen der Pandemie zurückzuführen, hieß es gestern.