Kommentar zu G9-AusbauGymnasien bleibt nichts übrig, als sich zu beschweren

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Außenansicht des dreistöckigen Schulzentrums, graue Fassade, orangefarbene Eingänge.

Das Otto-Hahn-Schulzentrum in Bensberg war bei der Einweihung 2020 schon zu klein. Jetzt drängt die Zeit. Bis zur Erweiterung auf G 9 im Sommer 2026 will die Stadt dort einen Modulbau errichten.

Nur auf den ersten Blick ist es ungerecht, dass das top-sanierte Otto-Hahn-Gymnasium bei der Erweiterung auf G9 vorgezogen wird. 

Auf den ersten Blick erscheint es absolut ungerecht, dass ausgerechnet das Otto-Hahn-Gymnasium, Bergisch Gladbachs einziges top-renoviertes Vorzeigegymnasium, nun wie das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium schnell ein nagelneues Klassenhaus bekommen soll.

Obwohl die anderen drei Gymnasien genauso unter einem eklatanten Defizit an Klassenzimmern und zudem noch unter einem Sanierungsstau leiden wie Gymnasium Herkenrath und Albertus-Magnus-Gymnasium. Für die Umstellung auf G 9 in 2026 gibt es sogar im Nicolaus-Cusanus-Gymnasium, wo die Sanierung noch bis 2017 läuft, kaum Raumreserven.

Trotzdem ist es richtig, den Standort an der Saaler Mühle in Bensberg vorzuziehen. In die vielen Neubauten in Bensberg und Refrath ziehen meist Familien mit Kindern ein. Das räumlich nächste Gymnasium ist das Otto-Hahn-Gymnasium. Außerdem steht für den Neubau ausreichend Fläche zur Verfügung.

Bitter ist aber, dass die anderen Gymnasien in die Röhre gucken. Aufgrund des Zeitdrucks können sie wohl bestenfalls auf herkömmliche Container hoffen oder, schlimmer noch, auf die Zweckentfremdung von Fachräumen zu Klassenzimmern. Inklusion und Differenzierung würden  auf der Strecke bleiben. Die Schulleitungen sind nicht zu beneiden: Echte Lösungen sind nicht in Sicht, sie müssen improvisieren, dürfen aber die Stadtverwaltung nicht aus der Verantwortung entlassen.  .

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